Auerochsen und Eulen   Leave a comment

Lichtfang in Bruchhausen: Foto: Klaus Adolphy

Lichtfang in Bruchhausen: Foto: Klaus Adolphy

Gerade zufällig im Netz entdeckt: Unter der leider irreführenden Überschrift „Nachtfalter dank Auerochsen“ gibt´s ein Lichtfang-Bild und einen Text über die Aktion in Erkrath-Bruchhausen im letzten Oktober. Die Headline ist vor allem deshalb falsch, weil die Nachtfalter auf jeden Fall schon VOR den Auerochsen in Bruchhausen waren.

In Bruchhausen hat sich seit dem Tod des alten Schäfers Rolf Heimann Ende 2009 die Beweidung stark intensiviert. Die vier Auerochsen auf der großen Feuchtwiese fördert sicher die Strukturvielfalt, die ganzjährige Schafhaltung auf der gesamten Fläche ist aber nach derzeitigem Kenntnisstand unbedingt negativ.

Die Biomasse auf der Fläche und vor allem das Blütenangebot sind dramatisch zurückgegangen. Ziel ist wahrscheinlich die Wiederansiedelung von Steinkauz und anderen Wiesenbrütern, die auf kurzrasige Flächen angewiesen sind.

Wie sich das auf die Eulen-Falter auswirkt bleibt abzuwarten. Ob die feuchtgebietstypischen Rote-Liste-Arten (u.A. Macrochilo cribrumalis, Rhizedra lutosa, Sedina buettneri, Archanara sparganii, Nonagria typhae) Schaden nehmen oder verschwinden: Die Bruchhausener Feuchtwiese sollte in den nächsten Jahren unbedingt weiter beobachtet werden.

Veröffentlicht 12. Februar 2013 von Armin Dahl in Arten / Listen, im Netz, Lebensräume

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