Wenn der Hahn kräht auf dem Mist….   2 comments

…ändert sich das Klima oder es bleibt wie es ist.
Bisher waren wir gewohnt, dass die Klimawandeldiskussion in die folgende Richtung geht: Es wird immer wärmer, also vor allem im Winter, und die Vegetationsperiode wird immer länger, und es regnet im Winter mehr, und so weiter und so weiter.
Alles Bullshit! Nachdem wir jetzt drei kräftige Winter hintereinander hatten, rechnen die Klimaforscher neu, und siehe da: Es wird kälter, weil es wärmer wird.
Und nur das eine ist schon sicher: Das Klimamodell, mit dem das alles berechnet wird, ist so kompliziert dass es keiner von uns Feldforschern jemals auch nur ansatzweise verstehen wird. Für das schöne Forschungs-Geld, das da am Potsdam-Institut für Klimaforschung verbraten wird, könnte man jedoch einen großen Teil der mitteleuropäischen Biotope in einen naturschutzfachlich ordentlichen Zustand versetzen. Aber davon sind wir weit entfernt: In der Landschaft geht alles seinen gewohnten Gang: Flächenverlust, Subventionierte Landwirtschaft und fehlgeleitete Forstpolitik beschleunigen den Artenrückgang nicht nur der Schmetterlinge.

Aber mal ernsthaft: Wenn sich die jetzt neu prognostizierte Klimaverschiebung hin zu kontinentaleren Wetterverhältnissen mit langen kalten Wintern in Mitteleuropa auswirkt, solls auch recht sein: Eine ausgeprägte Winterruhe mit massig Schnee ist nach allgemeiner Ansicht der Schmetterlingsforscher gut für sehr viele der gefährdeten einheimischen Arten.

zusätzlicher Link: Klimaforscher rechnen mit mehr kalten Wintern

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Veröffentlicht 2. April 2013 von spoerkelnbruch in Klimawandel

2 Antworten zu “Wenn der Hahn kräht auf dem Mist….

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  1. Noch ist es keine vier Wochen her, da rauscht auch schon wieder die nächste Studie durch den Blätterwald.
    „Continental-scale temperature variability during the past two millennia“, veröffentlicht im honorigen „Nature Geoscience
    http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo1797.html

    ein Zitat daraus, gefunden im Deutschlandfunk:
    „Die klimatischen Bedingungen während der letzten beiden Jahrtausende waren offenbar ganz anders als heute. Natürliche Klimafaktoren wirkten lange Zeit kühlend; inzwischen erwärmt sich das Treibhaus Erde nachhaltig.“

    Ok, liebe Klimaforscher, Ihr dürft alle alten Klimamodelle in die Tonne klopfen und mal wieder aufs neue Eure Rechenmaschinen anwerfen, denn das was da bisher beim Rechnen herauskam war offensichtlich – Mist.

    spoerkelnbruch
    • Sicher lässt sich der g l o b a le Klimawandel nicht abstreiten, aber nach wie vor denke ich, dass die Verschiebungen in der Schmetterlingsgfauna – Arten verschwinden – andere Arten kommen, eher mit der industriellen Bewirtschaftung des Ackerlands und der Wälder zu tun hat und nur geringfügig mit dem Klima. Es stellt sich aber ein Effekt der selekiven Wahrnehmung ein. Sobald eine Änderung eintritt, denkt man an Klimawandel. In der Forschung spielt sicher auch eine Rolle, das es momentan Födermittel für Klimastudien gibt. Gut wäre es, wenn die Veränderungen in der Schmetterlingsfauna nicht nur über die letzten 10-20 Jahre betrachtet würden, sondern über mehr als 100 Jahre (so haben wir das ja gemacht, siehe: http://www.naturwissenschaftlicher-verein-wuppertal.de/sektionen/Entomologie/downloads/dateien-zum-herunterladen). Dann ergibt sich nämlich eher das Bild, dass die Arten wegen der Landschaftsveränderung in den letzten 60-70 Jahren gehen und (vielleicht) auch kommen. Das Stichwort ist hier: Verlust an offener (Heide-) Landschaft, weitgehende Abschaffung der Niederwaldwirtschaft, deutliche Zunahme an intensiv bewirtschaftetem Wald zu Holzgewinnung.

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