Verschollene Heidetiere: Lithomoia solidaginis   3 comments

Xylena solidaginis (HÜBNER, [1800-1803]) - Rollflügel-Holzeule. Deutschland, NRW, Hohes Venn, 554 msm, 28.8.2013 am Köder (Freilandfoto: Bernhard Theißen)

Xylena solidaginis (HÜBNER, [1800-1803]) – Rollflügel-Holzeule. Deutschland, NRW, Hohes Venn, 554 msm, 28.8.2013 am Köder (Freilandfoto: Bernhard Theißen)

In der allerhöchsten Venn-Eifel ist nach langer Abwesenheit ein Tier wieder aufgetaucht, das viele Jahrzehnte nicht mehr gesehen wurde: Lithomoia solidaginis. Bernhard Theißen stellt dankenswerterweise das Bild zur Verfügung. Rein theoretisch könnte die Art hier im Niederbergischen auch noch vorkommen, ich habe mal ins Regal gegriffen und bei KINKLER (1979) gestöbert, hier der Text:

Lithomoia solidaginis (HÜBNER, 1800-1803)
A: Wuppertal (31.8.1941, 29.8.1942 – Mi; 2.9.1937 Piqué; „Wpt.-Kastenberg, -Saalscheid, -Ronsdorf, ziemlich selten“ – PIQUÉ 1948; „Barmer Wald, Husar, Huckenbeck, Ronsdorf, einzeln an Bierköder und abends auf Heide fliegend“ – WEYMER 1878, Remscheid (10.9.1928-Mi)
[…]
NF.: FAU W.: Eslohe, Winterberg, Lübbecke

Das A am Anfang kennzeichnet die Zone A, das Niederbergische. Der Sammler / Melder mit dem Kürzel Mi war Georg Michaelis aus Wuppertal, (Belegstücke zwischen 1930-1968).
NF bedeutet Nachbarfaunen, FAU W steht für Fauna Westfalens, das meint UFFELN (1908)
Ich glaube wir müssen mal wieder intensiv ködern gehen….

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Veröffentlicht 1. September 2013 von spoerkelnbruch in Eulenfalter, Literatur

3 Antworten zu “Verschollene Heidetiere: Lithomoia solidaginis

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  1. Man kann die Art aber auch am Licht erwischen. Andere und ich selbst hatten sie in Brandenburg auch in Lichtfallen. Wenn es in euren höheren Lagen noch Stellen mit ordentlich Heidelbeerunterwuchs gibt (am besten anmoorig) lohnt sich die Suche allemal (vor allem in diesem außergewöhnlichen Nachtfalterjahr).
    Gruß

    Frank Rosenbauer
  2. Da würde ich vorschlagen doch mal im Bereich der Marscheider Stromtrasse nachzuschauen. Da ist ja reichlich Heidelbeere und Heidekraut vorhanden. Dort ist ja vor ein paar Jahren der laut Retzlaff und Seliger mittlerweile eher montan verbreitete Wegerichbär wieder aufgetaucht.

    • was die Retzlaffschen „montan“-Definitionen angeht, bin ich mittlerweile äußerst skeptisch. siehe zum Beispiel die Liste der montanen Arten vom Köterberg in Westfalen. Dazu müssen wir auch den Rudi mal befragen.

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