P. plumigera: jetzt ist Flugzeit   5 comments

Ptilophora plumigera ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) - Haarschuppen-Zahnspinner. Winningen, A 61 Rastplatz Mosel, 1. November 2013 (Foto: Armin Dahl)

Ptilophora plumigera ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) – Haarschuppen-Zahnspinner. Winningen, A 61 Autobahnraststätte Moseltal Ost, 1. November 2013 (Foto: Armin Dahl)

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Das P. plumigera-Männchen hat gewaltige Antennen für die Weibchensuche im nebligen Novemberwald. Winningen, A 61 Autobahnraststätte Moseltal Ost, 1. November 2013 (Foto: Armin Dahl)

Der einheimische Falter mit dem verrücktesten Kopfputz ist zweifellos Ptilophora plumigera ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) Die Raupe lebt an Ahorn und der Falter mit den stark gefiederten Antennen fliegt im November, wenns ganz besonders ungemütlich ist.

Leider gibts nach unseren Daten bisher keine Funde aus dem Niederbergischen. Aber das kann sich ja noch ändern, Lichtfang im November in Ahornbeständen ist gut gegen Winterdepressionen 🙂

So muss zur Demonstration mal wieder einer aus der Reihe der „Autobahnfalter“ herhalten, der mir gestern vor die Linse kam.

Zum Vorkommen im Gebiet: Zwar steht die Art nicht im „KINKLER“ (1974). Aber es gibt aus den letzten Jahren durchaus Nachweise aus dem Oberbergischen, Bilder davon gibts im  Lepiforum. Ahornbestände an warmen Südhängen werden wohl die größten Chancen bieten.  In Baden-Württemberg fliegt P. plumigera allerdings auch im Siedlungsbereich.

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Veröffentlicht 2. November 2013 von spoerkelnbruch in Arten / Listen, Auf Tour, Phänologie

5 Antworten zu “P. plumigera: jetzt ist Flugzeit

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  1. Nachdem wir dieses Jahr etliche neue Stellen mit Raupenfunden von plumigera in der Westfälischen Bucht hatten, hat Jochen Kostewitz nun auch den Falter geleuchtet. Er ist also auch hier bereits unterwegs. Am besten sucht ihr in Auwaldähnlichen Strukturen mit Feldahorn oder in Berghangwäldern mit Spitzahorn.
    VG
    Frank

    Frank Rosenbauer
    • Super, kaum zu glauben dass die Art jahrzehntelang der beobachtung entgangen sein sollte.
      Lichtfang werden wir natürlich machen!
      VG

  2. Hier scheint in den letzten Jahrzenten sehr viel Feldahorn entlang der Straßen gepflanzt worden zu sein. Ich kann mir vorstellen, dass dies der Ausbreitung von plumigera geholfen hat. Auch Eup. inturbata ist hier nun überall zu finden, nachdem Weigt Anfang der 1980er die ersten Falter Westfalens bei Marsberg erst in einem Nachtrag zu seiner Eupi-Fauna genannt hat, sie schien also früher in der Westf. Bucht zu fehlen (hier gab es damals sehr aktive Leute).

    In alten grundwassernahen Wäldern (jetzt nur noch Reste) des Münsterlands gab es plumigera aber sicher schon immer, nur welche Wahnsinnigen stellen sich in Novembernächten zum leuchten in den Nebelwald, am besten noch bei Regen. ;-)…(heute morgen ist mir übrigens ein schönes Weibchen aus meinen eingetragenen plumigera-Raupen geschlüpft).
    VG
    Frank

    Frank Rosenbauer
  3. Inturbata haben auch wir hier im Niederbergischen erst in den letzten Jahren gefunden, vielleicht zeigt sich die Federntragende Federträgerin ja demnächst ebenfalls. Im gesamten Bergischen Land war sie ja bis vor ein/zwei Jahren (weiter unten im Blog) noch nicht nachgewiesen, in der Roten Liste fehlt sie hier noch.

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