Top-20 von 2013 und Gesamt-Artenliste: Viele Augen sehen viel!   1 comment

2013 war zwar nicht unbedingt das tollste Schmetterlingsjahr, aber zumindest die Datenlage in unserem kleinen Arbeitsgebiet hat sich dramatisch verbessert.
Über 1400 Datensätze sind in 2013 zusammengekommen, das bedeutet dass praktisch an jedem frostfreien Tag irgendwo im Niederbergischen eine Handvoll Artenlisten geschrieben wurden, ob nach regelmäßigen Spaziergängen, Exkursionen, Lichtfallen oder einfach nur durch den Blick aus dem Fenster in den Garten. Das ist schon stark!

Datum Fundort Artanzahl
26.07.2013 Düsseldorf-Gerresheim Rotthäuser Bachtal – Abshof 112
24.07.2013 Ennepetal Parkplatz zwischen Wittenstein und Mühlinghausen 90
09.08.2013 Langenfeld-Richrath Landschaftspark Fuhrkamp 86
28.07.2013 Ennepetal NSG Wupper Schleife, Bilstein 80
23.08.2013 Düsseldorf Eller Forst – im Bruch 75
17.08.2013 Ennepetal Parkplatz zwischen Wittenstein und Mühlinghausen 72
08.06.2013 Langenfeld-Richrath Landschaftspark Fuhrkamp 70
09.07.2013 Ennepetal NSG Wupper Schleife, Südwest 68
16.08.2013 Velbert Felderbachtal – westl. Feuchtwiese 68
06.07.2013 Düsseldorf-Hubbelrath Golfplatz Hubbelrath – Obstwiese W Blumenrath 67
07.08.2013 Haan 12a Spörkelnbruch 53
22.06.2013 Hilden NSG 8C Schönholz 52
01.08.2013 Haan 12a Spörkelnbruch 50
15.06.2013 Velbert Felderbachtal – westl. Feuchtwiese 48
23.07.2013 Haan 12a Spörkelnbruch 46
12.07.2013 Wuppertal Elberfeld, Station Natur & Umwelt, Jägerhofstraße, Außengelände 45
27.07.2013 Haan 12a Spörkelnbruch 45
31.07.2013 Hilden NSG 8C Schönholz 44
19.06.2013 Haan 12a Spörkelnbruch 43
19.07.2013 Haan 12a Spörkelnbruch 43

Schaut man dagegen mal auf die die Top 20 der Beobachtungsereignisse 2013, sieht man doch rasch wie vergleichsweise artenarm die Gegend ist, oder wie miserabel das Jahr 2013: ein einziger Lichtfang mit mehr als 100 Arten (inclusive Mikros), am Abshof im Rotthäuser Bachtal, ein unvergessener Abend, mit riesigem Aufwand an Licht, und besten äußeren Bedingungen. Und alleine sechs Mal der eigene Hausgarten,  in dem praktisch immer eine Lampe brennt, unter den Top-20. Und nimmt man die guten Lichtfänge in Ennepetal an der Wupperschleife weg, die nur noch gerade so eben zum (politischen) Niederbergischen gezählt werden können, wirds noch armseliger.

"Landschaft " 204 Düsseldorf-Wuppertal-Remscheid-Hagen-IserlohnAber was solls, es ist nicht zu ändern, das Niederbergische ist kein Schmetterlings-Paradies. Das haben wir jetzt sogar schwarz auf weiß: Das Bundesamt für Naturschutz hat ein Kartenwerk im Netz, unter http://www.bfn.de/geoinfo/landschaften/ kann man sich die Großlandschaften anschauen: Fast das komplette Niederbergische bekommt schon bei der Definition der Landschaftstypen eine SECHS: „Verdichtungsraum“. Zur auf den ersten Blick etwas merkwürdig abgegrenzten „Landschaft“ „Düsseldorf-Wuppertal-Remscheid-Hagen-Iserlohn“ (204) hat mir ein freundlicher Herr aus dem BFN geschrieben:
[„…Bei der Abgrenzung der Landschaften in Deutschland wurden in einem ersten Schritt die „Städtischen Verdichtungsräume“ abgegrenzt. Bei diesen „Landschaften“ sind die Urbanisierungen nach unserer Auffassung soweit fortgeschritten, dass sie alle anderen naturräumlich bedingten Faktoren sehr deutlich überdecken. Dies gilt auch weitgehend für den von Ihnen kommentierten städtischen Verdichtungsraum „Düsseldorf-Wuppertal-Remscheid-Hagen-Iserlohn“. Dieser wurde deshalb ohne Berücksichtigung der ehemals bestimmenden naturräumlichen Gegebenheiten lediglich aufgrund der Ausdehnung der städtischen Verdichtung abgegrenzt.“]
Bedeutet: In dieser Landschaft ist sowieso Hopfen und Malz erloren, die Siedlungsdichte ist der bestimmende Faktor!

Nachdem wir dann aber alle unsere Tränen wieder getrocknet haben, hänge ich hier die Artenliste aller Funde aus 2013 an, mit ein paar Anmerkungen von mir zu Beobachtungen die mir besonders aufgefallen sind:  So ganz schlecht war´s nicht im letzten Jahr, zusammengerechnet mit allen Mikros und Artkomplexen steht am Ende eine stattliche Artenzahl: 606!

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Veröffentlicht 25. Januar 2014 von spoerkelnbruch in Arten / Listen, Lebensräume

Eine Antwort zu “Top-20 von 2013 und Gesamt-Artenliste: Viele Augen sehen viel!

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  1. Mein 2013er „Top-1“ in der heimischen Region war mit 106 Makroarten der 18.6. im Gildehauser Venn zusammen an zwei Lichtfangstellen (1 Leinwand mit 250 W Mischlicht und 1 Turm mit 15 W Schwarzlicht – kein Köder). Dies war eine tropische Nacht in der ich leider zu früh abbauen musste wegen des morgentlichen Aufstehens (wer weiss, sonst wären es vielleicht 120 Makros geworden). Aufgrund des langen Winters gab es aber sicher einen „Staueffekt“ wobei Frühjahrsarten jahreszeitlich erst spät und deshalb zusammen mit den Frühsommerarten unterwegs waren.
    Aonsonsten hatte ich 2013 einige >90er und >80er Makroarten-Lichtfänge in NRW/SW-Niedersachsen. Insgesamt war 2013 garnicht so schlecht für das generell artenarme Nordwestdeutschland….
    VG
    Frank

    Frank Rosenbauer

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