Motten-Alarm   Leave a comment

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Raupengespinst von Yponomeuta evonymella. Hilden-Kesselsweier, 2. Mai 2014 (Foto: Armin Dahl)

Ich gebe zu, es sieht fürchterlich aus, wie die Traubenkirschen-Gespinstmotten ihre Wirtsbäume zurichten. Kahle, von weißem Gespinst verhängte Geister-Bäume, abgefressen bis auf die Früchte.
An einigen Stellen in der Region haben die Raupen von Yponomeuta evonymella (L.>, 1758) die gesamte Blattmasse ihrer Wirtspflanze in Raupen umgesetzt.

Aber erstens hat die Traubenkirsche in der Landschaft praktisch keine wirtschaftliche Bedeutung, und zweitens ist der Spuk auch fast schon wieder vorbei: Massenhaft sind die Gespinstmotten-Raupen momentan auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz, und Meisen, Grasmücken und Spatzen wissen gar nicht mehr wohin mit dem Futter.

Da wo reichlich Umsatz ist, sitzen viele mit am Tisch, das ist in der  Ökologie nicht anders als in der Wirtschaft. Vögel, Schlupfwespen und Laufkäfer bedienen sich nach Belieben, und in die winzig kleinen weißen Falter mit den schwarzen Pünktchen, die in ein paar Wochen schlüpfen und nachts herumfliegen, nimmt kaum jemand wirklich wahr, außer den Fledermäusen.  Die Traubenkirschen erholen sich rasch vom Frühjahrsbefall, in wenigen Wochen ist alles so grün wie zuvor.

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Veröffentlicht 2. Mai 2014 von spoerkelnbruch in Mikros

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