Lampropteryx otregiata, Adscita statices   5 comments

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Adscita statices im Aufwind: Wermelskirchen, Heintjeshammer, 7. Juni 2014 (Foto: Moritz Schulze)

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Lampropteryx otregiata, Wermelskirchen, Heintjeshammer, 6. Juni 2014 (Foto: Armin Dahl)

Zwei echte Kracher innerhalb von 24 Stunden im gleichen Gebiet:  Der unscheinbare kleine Spanner vom Lichtfang im Heintjeshammer war von Anfang an verdächtig, ist jetzt von Experten als  Lampropteryx otregiata bestätigt worden.

Direkt am nächsten Morgen dann der Nachweis von Adscita statices , und das auf einer Wiese, die seit vielen Jahren von Experten wirklich gründlich umgedreht wird.  Der letzte Nachweis von Grünwidderchen aus dieser Ecke stammt nach vorliegenden Daten  aus  Wermelskirchen Dabringhausen, Eifgenbachtal von 1959!! (Sammler: Reisinger)

Was soll man davon halten? Immerhin hatte der Altmeister Helmut Kinkler mal seinen Wohnort in Pohlhausen, das ist nur wenige hundert Meter entfernt, und Friedhelm Nippel, der sicher beste Kenner der Fauna des Bergischen Landes, hat dort vor Jahrzehnten sicher viele Lichtfänge durchgeführt. Kaum zu glauben dass die „Alten Herren“ Lampropteryx otregiata jahrzehntelang übersehen haben sollten. Da bleibt eigentlich nur eine großräumige Ausbreitung der Art als Erklärung. Und bevor jetzt einer kommt und ruft „Klimawandel„: L. otregiata lebt als Raupe am Sumpflabkraut in kühl-feuchten Bachtälern.

Was die Grünwidderchen angeht, könnte man vermuten dass die flugfaule Widderchen-Art dort trotz vieler Beobachter jahrzehntelang „undercover“ überlebt hat, und jetzt durch die vielen Schlag(Kyrill-)flächen eine starke Förderung erfahren hat.
Jedenfalls gilt es dringend in den nächsten Wochen die Augen offen zu halten, kaum vorstellbar dass statices ausgerechnet auf der einen untersuchten Fläche vorkommt, und nirgendwo sonst. In diesem Jahr mit dem milden Winter und dem trockenen April scheint alles möglich!

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Veröffentlicht 7. Juni 2014 von spoerkelnbruch in Spanner, Spinner

5 Antworten zu “Lampropteryx otregiata, Adscita statices

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  1. ich hatte heute das selbe Glück und fand zwei Adscita cf. statices im Ennepe Tal bei Dahlenbecke.

  2. Hallo Zusammen,

    das ist doch kein Zufall, daß wir in nur vier Tagen diese Art an drei verschiedenen Fundorten im nördlichen Bergischen Land finden konnten. Das spricht meines Erachtens nach dafür, daß sie sich womöglich im letzten Jahr ausgebreitet hat und nun deren Nachkommen auftauchen. Wir drei sind nun schon ein paar Jährchen hier in der Gegend tätig…Ich würde mal so ins Blaue hinein behaupten, daß das Grünwidderchen aus dem Sauerland oder den südlichen Bereichen des Bergischen Landes her eingewandert ist. (Vergleichbar mit plantaginis. Die beiden Arten hab ich übrigens gestern zusammen mit ca. 20 Lycaene helle und ebenso vielen B. eunomia auf einer mageren Wiese in der Eifel bei Monschau-Kalterherberg gesehen. Die dürften sich gerne auch noch bei uns einstellen.)

    • Na endlich: Der Klimawandel treibt die Arten denen es auf den Bergen zu warm wird in die feuchtkalten Täler des Flachlandes 🙂

      spoerkelnbruch
  3. otregiata – sauber!!!! Glaube nicht an Ausbreitung, eher an Übersehen.

    Frank Rosenbauer
  4. Und, meinen Erfahrungen nach geht die Art nur sehr schlecht ans Licht. Viel besser ist sie direkt im Biotop in der Dämmerung zu Keschern.
    Vielleicht hat sie gegenwärtig eine Häufigkeitszunahme, war aber in den Biotopen sicherlich immer da.

    Frank Rosenbauer

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