Gestern in der Dellbrücker Heide   2 comments

Brombeerspinner, Macrothylacia rubi, Dellbrücker Heide, 30.09.2014 (Foto: Tim Laußmann)

Brombeerspinner, Macrothylacia rubi, Dellbrücker Heide, 30.09.2014 (Foto: Tim Laußmann)

Eichenspinner, Lasiocampa quercus, Dellbrücker Heide, 30.09.2014 (Foto: Tim Laußmann)

Eichenspinner, Lasiocampa quercus, Dellbrücker Heide, 30.09.2014 (Foto: Tim Laußmann)

Gestern (30.09.2014) waren in der Dellbrücker Heide ein paar Spinner unterwegs: im Bereich des „Sees“ konnte ich insgesamt 7 Raupen von Macrothylacia rubi, dem Brombeerspinner, finden. Die sehr großen Raupen machen sich keine Mühe, sich zu verstecken. Die Haare der Raupe können in der Haut stecken bleiben und unangenehme Allergien hervorrufen.

Auch von der Aufzucht der Raupen bis zum Falter wird abgeraten, denn die Raupen müssen überwintern, ohne dabei zu vertrocknen oder zu verschimmeln (ist mir bisher nicht gelungen). Dennoch schreibt Ekkehard Friedrich in seinem Handbuch der Schmetterlingszucht: „Die Ansicht, daß nur eine Überwinterung unter Freilandbedingungen erfolgversprechend ist, kann als irrig bezeichnet werden“.

Er rät zur Überwinterung im Kühlschrank für 5 Wochen bei geringen Minustemperaturen. Da die Raupen nach der Überwinterung nichts mehr fressen, sondern sich gleich verpuppen, hat man nach dieser Prozedur auch keine Probleme mit der Fütterung.

Allerdings soll man sie nach der Überwinterung mehrmals in lauwarmem Wasser baden, bis sie bewegungslos im Wasser liegen. Danach sollen sie auf Toilettenpapier getrocknet werden. Erst nach dieser Prozedur beginnen die Raupen sich zu verpuppen.

Die Raupe von Lasiocampa quercus, dem Eichenspinner, hat mir zunächst ein Rätsel aufgegeben.

Die Raupen (2 Stück) saßen an Ginster, waren aber in keinem Bestimmungsbuch zu finden. Glücklicherweise konnte Bernhard Theissen im Lepiforum helfen: es handelt sich um ein Jungstadium der Raupe, dass sich doch ziemlich von dem erwachsenen Stadium unterscheidet.

Zuletzt noch ein Eikokon der Wespenspinne. Von diesen Kokons konnte ich Dutzende im Bereich oberhalb des „Sees“, meist verborgen im Heidekraut, finden. In den Kokons sollen die jungen Spinnen überwintern.

Eikokon der Wespenspinne, Argiope bruennichi, Dellbrücker Heide, 30.09.2014 (Foto: Tim Laußmann)

Eikokon der Wespenspinne, Argiope bruennichi, Dellbrücker Heide, 30.09.2014 (Foto: Tim Laußmann)

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Veröffentlicht 1. Oktober 2014 von Tim Laußmann in Heideterrasse, Spinner

2 Antworten zu “Gestern in der Dellbrücker Heide

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  1. Die Lasiocampa quercus darf sich demnächst auch gerne mal etwas weiter nordöstlich zeigen, toller Fund! Die männlichen Falter sind ja tagaktiv, die kann man nicht übersehen. Ihr Flug ist ähnlich wirr, wie der von tau-Männchen im Frühjahr. Aber leider scheint das ja eine weitere Art zu sein, die in der Dellbrücker Heide rechtsrheinisch ihr nördlichstes Vorkommen hat.

  2. Pingback: Lasiocampa quercus – Eichenspinner in der Dellbrücker Heide | Heidelandschaft

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