Blattminierer an der Hainbuche: Phyllonorycter esperella und P. tenerella   Leave a comment

Im Herbst ist die beste Zeit für Blattminierer, von denen es zwar in NRW noch nicht allzuviele Nachweise in der Datenbank gibt. Aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen: Der entsprechende 12. Faunenband der Melanargia ist von 2005 und noch nicht digital erfasst.

Hier folgen zwei anscheinend einfach zu findende Phyllonorycter-Arten von der Hainbuche (Carpinus betulus), von denen ich gestern und heute einiges an Bildern geschickt bekam.

Zuerst Phyllonorycter esperella, die bildet eine Blattmine auf der Oberseite der Blätter: Willi Wiewel schreibt dazu:
gestern habe ich mehr zufällig an Hainbuchenblättern Minierungen festgestellt, die genauso ausgeprägt waren wie hier beschrieben: http://www.arbofux.de/hainbuchenminiermotte.html. Unter der Seidenhaut bewegt sich jeweils eine Raupe, im Durchlicht bei einer entsprechenden Beleuchtung gut zu erkennen. Aus der Beschreibung und Bildern in der ARBOFUX – Diagnosedatenbank für Gehölze komme ich zu dem Schluß, dass es sich um 01244 Phyllonorycter esperella (GOEZE, 1783) handelt. In NRW sind bisher nur wenige Funde gemeldet. Vielleicht ändert sich das ja bald. Jedenfalls scheint es sich zur Zeit zu lohnen, nach Minierungen an Hainbuche Ausschau zu halten.

Auf der Blattunterseite von Hainbuchenblättern bildet Phyllonorycter tenerella die Mine (das bedeutet der Falter schlüpft auch im Frühjahr dort), Fotos schickt Hubertus Trilling mit folgenden Anmerkungen:
„Durch Zufall habe ich gerade, beim kontrolieren der Köder, die Schwester von der anderen Seite des Blattes gefunden, Phyllonorycter tenerella die an der Blattunterseite zwischen zwei Blattrippen miniert. Beide Beobachtungen waren bei uns im Garten an einem Hainbuchenbaum, nicht an unserer Hecke.“

Und gleich noch eine Bemerkung von Hubertus als Auftrag: „Was mich auch wundert, dass es von den beiden Phyllonorycter Arten die an Hasel minieren so wenig Beobachtungen gibt, wenn ich mir Mühe gebe find ich P. coryli und P. nicellii zwar nicht überall aber doch recht häufig.“


Literatur:
BIESENBAUM, W. (2005) Die Lepidopterenfauna der Rheinlande und Westfalens. Band 12: Familie: GRACILLARIIDAE Stainton, 1854; Unterfamilie: LITHOCOLLETINAE Stainton, 1854. 27 S., 11 Farbtafeln.
[der Band ist leider vergriffen! Ich werde versuchen die enthaltenen Funde so bald wie möglich in die Daenbank zu überführen]

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Veröffentlicht 11. Oktober 2015 von spoerkelnbruch in Mikros

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