Kurzer Zwischenstand Cupido argiades   1 comment

Heute war ich mal auf der „falschen“ Rheinseite bei Dormagen unterwegs, dort hat die Stadt ein paar Ausgleichsflächen, die von der Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss e.V.  betreut werden.  Dort ist vor etlichen Jahren artenreiches Grünland entwickelt worden, mittels Mahdgutübertragung, Ansaat, mit Ackerrandstreifen rundherum. Direkt angrenzend finden sich das beweidete NSG Wahler Berg und Hannepützheide, mit einer teilweise freigestellten Düne, eine echte Rarität in der dicht besiedelten Rheinebene.

Die Wiesen im Gebiet blühten gerade wie toll, Tiefland-Mähwiesen wie sich das gehört, mit geschätzten 60 Pflanzenarten, unter anderem Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis subsp. orientalis) und Wiesen-Salbei, und jede Menge Rot- und Hornklee.

Und Bläulinge, in Massen! Bei dem etwa einstündigen Rundgang habe ich am Ende nicht mehr mitgezählt, aber mindestens 60 Exemplare von Cupido argiades habe ich gesehen, das bedeutet, auf der knapp drei Hektar großen Wiese waren wahrscheinlich ein paar hundert Tiere unterwegs.  Auch Polyommatus icarus war zahlreich zu sehen, aber das Verhältnis argiades / icarus war geschätzt eher 3/1. Auf der Weide nebenan das gleiche Bild, argiades sehr häufig, icarus seltener, dazu einzelne Kleine Feuerfalter und etliche Coenonympha pamphilus.

Und so wie es in Dormagen aussieht scheint es in vielen Biotopen der Region zu sein: auch in Haan, Wuppertal, Remscheid, Düsseldorf berichten die Kollegen von zahlreichen Beobachtungen von Cupido argiades, der momentan hier – vor wenigen Jahren noch unvorstellbar – der häufigste Bläuling ist.

Das Gebiet bei observation.org

Historisch: Erstnachweis Cupido argiades in 2012

Artikel aus dem Jahr 2012 in der Melanargia, 24 (4): 119-123

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Veröffentlicht 25. August 2017 von spoerkelnbruch in Auf Tour, Tagfalter

Eine Antwort zu “Kurzer Zwischenstand Cupido argiades

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  1. Hallo Zusammen,
    wie Armin oben geschildert hat gab es für mich am 23.VIII. auch auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände in Wuppertal-Vohwinkel deutlich mehr (sogar viermal mehr) argiades als icarus Bläulinge. Womöglich liegt es ja auch an dem zeitlich unterschiedlichen Start der jeweiligen Generationen (hier die dritte) der beiden Arten.
    Auf jeden Fall hat sich argiades offensichtlich wieder in NRW etabliert nachdem er ja 2011 erstmals seit ca. 80 Jahren wieder gesichtet wurde. Ich selber habe die Art am Eskesberg in Wuppertal mittlerweile im sechsten Jhr in Folge nachweisen können.

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