Über den Tellerrand gucken   1 comment


Zum wiederholten Mal habe ich an der niederländischen Fachtagung Landelijke Dag
(Schmetterlinge und Libellen) der UNI Wageningen am 3. März 2018 teilgenommen. Trotz Schnee bei der Abfahrt und langer Anreise kam ich abends begeistert zurück.

Das Thema dieses Jahr: Schmetterlingsreiches Grasland. Hochqualifizierte Fachleute aus dem In- und Ausland mit aktuellen gut untermauerten Graphiken und Tabellen gaben sehr professionell einen Einblick in neue Forschungs- bzw. Untersuchungsergebnisse.

Praktische Erfahrungen von Naturschutzleuten sowie ästhetisch und technisch gut gelungene Filme rundeten das Bild ab. Da man auf Augenhöhe kontaktierte, herrschte eine sehr herzliche Atmosphäre. Kein Wunder, es kamen über 450 aus NL und Belgien und wohl 2 (?) aus Deutschland.

Nachträglich bekam ich sogar noch ein Dankesschreiben für meine Teilnahme. Da können unsere Organisatoren der heimische Fachtagungen mit ihren äußerst speziellen Referaten wohl nur von träumen, allein das Letztere war schon immer ein Grund daran nicht teilzunehmen. Welch ein Gegensatz zu den „Fachleuten“, die im Forum die größte friesische Insel Texel offensichtlich nicht kennen, und NL (Kfz.-Kennzeichen!) eher mit Neuseeland verbinden. Diese menschliche Kleinkariertheit ist wohl kaum zu übertreffen.  Welch ein Gegensatz zu den Fachleuten, die zur genauen Bestimmung unbedingt die Tötung zwecks Genitalienuntersuchung fordern.

So Gott will, werde ich im nächsten Jahr mit noch mehr Begleitern nach Wageningen fahren!

 

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Veröffentlicht 7. März 2018 von dietmarborbe in Auf Tour, Ökologie, mehr Lepis

Eine Antwort zu “Über den Tellerrand gucken

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  1. Die Veranstaltung ist toll, und dass die Nachbarn ein Heer von Naturbegeisterten haben ist noch besser. Und was die ewige Diskussion zwischen Citizen-Scientists und den sogennanten „ernsthaften“ Wissenschaftlern angeht: Das muss jeder für sich entscheiden. Rote Listen und alles was man heute so veranstaltet um den Schwund der Insekten nachzuweisen war jedenfalls bisher unmöglich ohne die riesigen Sammlungen unserer Vorgänger. Und was ich mir wünsche ist dass die Citicen Scientists mit ihrem Bildmaterial (das sind ja die neuen Belege!) genauso verantwortungsvoll umgehen wie die Altvorderen mit den Präparaten.

    spoerkelnbruch

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