Alle Sesien sind schon da!   4 comments

Sesia apiformis, Düsseldorf-Wittlaer, 23. Mai 2018 (Foto: Tobias Krause)

Das ungewöhnlich warme und trockene Frühjahr 2018 hat der Entwicklung vieler Arten einen enormen Schub verpasst. So fliegen die in der Region seit langem bekannten Populationen von Satyrium pruni schon seit mindestens einer Woche. Und am Licht zeigen sich echte Hochsommertiere wie der Pustelspanner Comibaena bajularia. In den letzten Tagen haben wir deshalb begonnen an verschiedenen Stellen die Pheromonfallen aufzuhängen, um die einheimischen Glasflügler nachzuweisen.

Und siehe da: Sie fliegen schon! In Dormagen im NSG Wahler Berg konnten im ersten Anlauf gleich fünf verschiedene Arten nachgewiesen werden,darunter die an Zypressenwolfsmilch lebende C. empiformis, die man als Zeigerart für trocken-warme Offenland-Lebensräume bezeichnen kann. Aber auch im Siedlungsbereich sind zahlreiche Arten unterwegs, die man ohne die Pheromone niemals zu Gesicht bekommen würde. Neuester Nachweis und das „analog“, ganz ohne Pheromon: Eine frisch geschlüpfte Sesia apiformis in Düsseldorf-Wittlaer.

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Veröffentlicht 23. Mai 2018 von Armin Dahl in Arten / Listen, Glasflügler, Phänologie

4 Antworten zu “Alle Sesien sind schon da!

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  1. Sehr schön!
    Das hat uns motiviert, auch unsere Pheromone zum Einsatz zu bringen, und zwar hier im Bergischen Land in Eitorf-Merten – und wir haben erstmals Glasflügger anlocken können! Gestern hatten sich gleich eine Synanthedon vespiformis und drei Synanthedon andrenaeformis zusammen eingefunden.
    Viele glasklare Grüße
    Brigitte

    Brigitte Schmälter
    • Das Pheromon PATA (für tabaniformis) sollte Euch auch Alteichen-Glasflügler bescheren, davon gibts alte Nachweise von der Sieg. Viele Erfolg!

      spoerkelnbruch
  2. Aye, aye, Sir!

    Gestern dann am Präparat für tipuliformis erst mal den entsprechenden Johannisbeer-Glasflügler im halben Dutzend bei uns im Garten.

    Und oben am Rand einer warmen Wiese in den alten Eichen am Präparat für tabaniformis einen entsprechenden Kleinen Pappel-Glasflügler, der größer war als seine Mitgefangenen: acht Synanthedon conopiformis, Alteichen-Glasflügler! Stelle ich gleich in Observation.org ein. Heinz hatte uns auch schon darauf angesetzt …

    Viele Grüße
    Brigitte

    Brigitte Schmälter

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