Kamillenmönch unterwegs   3 comments

Cucullia chamomillae – Kamillenmönch, Gilsdorf, Juni 2020 (Foto: Ralf Dahlheuser)

Cucullia chamomillae – Kamillenmönch, Gilsdorf, Juni 2020 (Foto: Ralf Dahlheuser)

Aktuell haben wir das dritte Frühjahr hintereinander mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen, auch sind an vielen Stellen Ackerrandstreifen angelegt worden.

In der Folge scheinen mir die typischen Ruderalflur- und Steppenbewohner unter der einheimischen Fauna doch etwas im Vorteil zu sein.

So sind an verschiedenen Stellen in Nordrhein-Westfalen aktuell die Raupen von Cucullia chamomillae gefunden worden, zum Beispiel in Remscheid-Grund, Fröndenberg an der Ruhr, [Nachtrag: Nümbrecht] und auch in Gilsdorf, einem Stadtteil von Bad Münstereifel in der Eifel.

Die auffälligen Raupen sitzen gut sichtbar auf ihren namensgebenden Nahrungspflanzen, können sehr bunt sein oder auch fast weiß.

Die letzten Nachweise in unseren Daten liegen schon viele Jahre zurück, weitere Meldungen wären toll!


Nachtrag 1. Juli 2020:
Wer suchet, der findet:  ist ein Video von einer frisch gehäuteten Raupe zu sehen, aufgenommen in Haan-Gruiten, 1. Juli 2020

Veröffentlicht 24. Juni 2020 von Armin Dahl in Eulenfalter, Klimawandel, Raupen

3 Antworten zu “Kamillenmönch unterwegs

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  1. Vielen Dank für das Zeigen dieser farbenfrohen Raupe. Den Falter habe ich dieses Jahr im April fotografiert. Der Raupe bin ich noch nicht gegegnet.

    Schöne Grüße
    Roger

  2. och, die Art ist an sich überhaupt nix besonderes wenn man sie nur sucht – hier um Aachen, aber auch anderswo, habe ich die Raupen schon x-fach gefunden in den 90er und 0er Jahren – nun habe ich sie auch das 1. auf dem Golfplatz Hubbelrath gehabt neulich: auf einem kleinen Sandhügel standen mal locker 20 oder mehr Pflanzen und da habe ich einfach mal mit der Hand in mein Schmetterlingsnetz geschüttelt: siehe da, nebst dem Kamillenmönch auch Raupen von E. centraureata, Mamestra brassicae und A. gamma/M. confusa agg., leider fast alle parasitiert. Die Jahre zuvor wuchs da auf dem Lagerplatz allenfalls mal ein einsames Kamillenpflänzchen, aber das ist wohl wirklich zu wenig um siginifikant fündig zu werden. Die beste Zeit für den Kamillenmönch ist übrigens eher wohl Ende Mai, jetzt findet man kaum noch welche.
    Man kann sie hervorragend klopfen/schütteln/keschern. Sie verraten sich übrigens durch abgebissene Köpfchen genau wie die Raupen von Aetheria bicolorata an Crepis capillaris, von denen ich im Rahmen der Kartierungen des Franz-Projektes auch so nebenbei letzte Woche mal welche gefunden habe, allerdings scheinen die gamma/confusa Raupen dasselbe zu tun, so dass es alleine an Kamillen nicht als Artnachweis reicht…..

    Warum mag wohl jemand auf diesem Lagerplatz vom Golfplatz allen Sonchus asper-Pflanzen die Köpfe abgeschnitten haben? Das waren eindeutig Menschen – ob da eine/r das „Unkraut“ nicht bei sich haben wollte? Zum Glück hat dieser jemand die Kamillen in Ruhe gelassen…. Ich hatte gehofft A. bicolorata oder A.dysodea daran zu finden, aber ohne die Köpfchenen keine Chance und der Grasstreifen mit dem Crepis capillaris und dem Hieracium war leider abgemäht, so dass man keine Raupen dort zu suchen brauchte….

    Ludger Wirooks
    • wenn das alles so easy ist, warum gibt es dann keine Daten davon? Ich habe einen schlappen Datensatz von Dir, Zülpich, 2016.

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