Archiv für die Kategorie ‘Spinner

Prozession schon wieder weg   1 comment

Thaumetopoea processionea (L.) – Eichen-Prozessionsspinner. Hilden, 4. Juni 2018 (Foto: Armin Dahl)

Fronleichnam ist schon vorbei, und auch die Schmetterlinge scheinen das zu spüren.

Heute habe ich zum ersten Mal ein Nest des Eichen-Prozessionsspinners im Hildener Stadtwald gefunden. Das halbkugelige Gespinst mit den Raupenhäuten hing +/- verlassen an einem Wanderweg in 2m Höhe, offenbar waren die meisten Raupen schon Richtung Verpuppungsplatz davongezogen.. Nur zwei Raupen saßen noch herum, die eine hier im Bild. Manch einen juckt es schon vom hingucken. Toi toi toi, ich habe ein „dickeres Fell“ und konnte sie in Ruhe fotografieren ohne gleich Pickel zu bekommen.

So wie das Tier herumsaß, mit leicht eingezogenem „Buckel“, dauert es nicht mehr lange bis es sich verpuppt. Und das bedeutet, im Jahr 2018 wird es sehr früh losgehen mit der Flugzeit der Falter, die normalerweise erst Mitte juli erscheinen.

Ob die Art im trockenen Frühjahr optimale Bedingungen hatte? Thaumetopoea processionea ist bisher im Kreis Mettmann und auf der gesamten Heideterrasse immer nur in einzelnen Exemplaren am Licht aufgetaucht, und nicht gerade häufig. Und ausserdem muss man ja auch an die armen Schlupfwespen denken, die wollen ja auch was zu tun haben.

Eine ziemlich umfassende Dokumentation über die Wirkweise der Brennhaare und des darin enthaltenen Giftes Thaumetopoein findet sich auf den Seiten des Bundesamts für Naturschutz unter folgendem Link:

https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript_365.pdf

 

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Veröffentlicht 4. Juni 2018 von Armin Dahl in Heideterrasse, Raupen, Spinner

Gutes Jahr für Bärenspinner   2 comments

Auch in extrem gut untersuchten Gebieten ist man vor Überraschungen nicht gefeit. In manchen Jahren scheinen einzelne Arten oder Gruppen einen regelrechten „Lauf“ zu haben und tauchen auch an Stellen auf, an denen man das nicht vermuten würde.

Ein solches extrem untersuchtes Gebiet liegt an der Stadtgrenze von Leverkusen im Ortsteil Gronenborn. Hier hat einer der Altmeister der Rheinischen Schmetterlingskunde, Helmut Kinkler, jahrzehntelang alles unter die Lupe genommen was kreucht und fleucht, und im Jahr 2012 eine Schmetterlingsliste mit stolzen 469 Arten publiziert. Darunter alleine neun Bärenspinner-Arten. (senex, depresssa, lurideola, sororcula, fuliginosa, lutea, lubricipeda, mendica und caja).

Interessanterweise findet sich dort kein Nachweis von Pelosia muscerda, die ja auf der nördlich anschließenden Heideterrasse ein typisches Teil der Feuchtgebietsfauna und zum Teil sehr häufig nachgewiesen ist. Aus dem gesamten Stadtgebiet von Leverkusen gibt es von der Art nur einen einzigen Nachweis, aus dem Jahr 1974, aus Leverkusen – Steinbüchel. Gronenborn liegt auf etwa 140m NN, dort riecht es schon ein wenig nach Bergischem Land, und vielleicht ist deshalb Pelosia muscerda nicht zu finden. Und die frisch von Süden eingewanderte Eilema caniola, die aktuell schon wieder in den Städten ans Licht fliegt (Mai 2018 z.B. Wuppertal und Dormagen) war zum Zeitpunkt der Publikation im Jahr 2012 einfach noch nicht im Gebiet vorhanden.

Arctia plantaginis, Leverkusen-Gronenborn, 27. Mai 2018 (Foto: Sascha Eilmus)

Arctia plantaginis, Leverkusen-Gronenborn, 27. Mai 2018 (Foto: Sascha Eilmus)

Arctia plantaginis, Leverkusen-Gronenborn, 27. Mai 2018 (Foto: Sascha Eilmus)

Arctia plantaginis, Leverkusen-Gronenborn, 27. Mai 2018 (Foto: Sascha Eilmus)

Eine echte Bergland-Art würde man aber in Gronenborn auch nicht unbedingt erwarten. Umso größer die Überraschung des Leverkusener LNU-Aktivisten Sascha Eilmus, der bei einer Exkursion am 27. Mai ein Exemplar vom Wegerichbär Arctia plantaginis (L.) aus einem Spinnennetz gezogen hat. Das ist schon der dritte Nachweis dieses seltenen Bärenspinners aus 2018 in unserer Region, die beiden anderen gelangen in Wuppertal-Marscheid auf der Stromtrasse und in Hagen (Josef Bücker).

Soll man sich über den Klimawandel beklagen? Das trockene und extrem warme Frühjahr 2018 nach dem kalten Winter beschert uns schöne und seltene Falter. Wegerichbär, Spanische Flagge, Schönbär und Co.: Davon können wir ruhig noch ein paar Populationen vertragen !

Und à propos Aktivisten: Die Naturschützer rund um Sascha Eilmus und die LNU Leverkusen haben eine schlaue Idee in die Tat umgesetzt: Mit der Gründung der Offenland Stiftung setzen sie sich für den Erhalt und die Schaffung von Offenlandhabitaten wie Blumenwiesen und Streuobstwiesen mit ihren vielfältigen und bedrohten Pflanzen- und Tierarten in Leverkusen und der Umgebung ein.  Ein Modell das es sich vielleicht anzuschauen lohnt, wenn es um Pflege, Finanzierung und Erwerb von wertvollen Grundstücken und Naturschutz abseits der Behördenmühlen geht.


Literatur:

KINKLER, H. (2012): Schmetterlinge des Naturschutzgebietes „Gronenborner Teiche” in Leverkusen
(Nordrhein-Westfalen). Melanargia, 24: 124-140, Leverkusen

Aaah, noch was vergessen: Was die neue Datenschutzgrundverordnung angeht: Wir machen hier normales Internet-Blogging und sonst nichts. Wer die automatisch versendete Mail bei neuen Beiträgen nicht (mehr) bekommen will kann die einfach abbestellen, entweder über das WordPress-Programm oder direkt an mich per Mail. Ansonsten ist es so dass diese Webseite gerade zum Vernetzen von Menschen mit gleichen Interessen (Schmetterlinge und Naturschutz) ins Leben gerufen wurde und sich an die auch bislang geltenden journalistisch und wissenschaftlich gültigen Regeln hält. Technisch läuft es so ab, dass das Programm bei Besuchern einen sogenannten Cookie setzt, der erkennt wer schon mal da war (damit man zum Beispiel weiß wer schon kommentiert hat und wer geantwortet). Den Cookie kann aber jeder auch in seinem Browser selbst wieder automatisch löschen (Immer-Privat-Surfen Einstellungen). Ansonsten ist das eine Webseite auf der umsonst-Plattform WordPress wie Millionen andere auch. Insofern spare ich mir erst mal eine aufwendige eigene Datenschutz-Grundverordnung. Wir verkaufen nix und verfolgen auch niemand.

Veröffentlicht 29. Mai 2018 von Armin Dahl in Klimawandel, Literatur, Spinner

Grüne Schmuckstücke von der Mosel   Leave a comment

Ein Kurztrip von Haan zum Lichtfang an die Mosel ist leider immer eine Herausforderung, Vor allem der folgende Morgen im Büro lässt sich gemeinhin etwas zäh an. Aber der Aufwand lohnt sich!

Der Winter war lang, der Generator stand monatelang unbenutzt herum, und die ganze Lichtfang-Ausrüstung musste dringend mal gelüftet werden. Aber mitten in der Woche? 300 Kilometer Autofahrt und spät in der Nacht zurück? Aber manchmal muss man sich einfach mal einen Ruck geben, und die Wetterprognose mit viel Regen in den kommenden Tagen vor Ostern ist noch übler!

Der Ruck geht dann erst mal am Hilden Kreuz durch das Auto, Stop + Go auf 15 Kilometern bis nach Leverkusen. Na prima, die erste Stunde ist schon herum und es wird schon dämmerig. Also ordentlich auf die Tube gedrückt, die schönen Rastplätze, die normalerweise nach Faltern abgesucht werden, bekommen heute keinen Besuch.Die Temperatur geht schon bedenklich in den Keller, 8 °C  in der Eifel, bei klarem Himmel am Nachmittag, das RLP-Radio meldet Bodenfrost für die Nacht, das war anders angekündigt. Aber jetzt gibts kein Zurück mehr!

Die letzten Kilometer Richtung Untermosel sind zurückgelegt, jetzt gilt es noch einen Leuchtplatz zu finden. Und zwar in den neu angelegten Weinbergen in Pommern, über die Lea Jäger auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft berichtet hat: Reben-Querterrassen mit Fahrgassen, angrenzend an schlehenreiche Brachen. Da sollte es alles mögliche an Faltern geben. Aber wie das so ist in unbekannten Weinbergslagen, bis man ein ordentliches Plätzchen gefunden hat vergeht Zeit, und es ist schon fast dunkel.

Also schnell die Lebend-Lichtfalle an eine halbwegs erreichbare Stelle bei einer Brachfläche gehängt und weiter. Mittlerweile ist es reichlich frisch und außerdem zieht Kaltluft den Hang hinunter – viel schlechter können die Bedingungen eigentlich nicht werden. An der Kapelle oberhalb des verschlafenen Weindörfchens Pommern finde ich einen halbwegs geschützten Platz hinter einer Buchsbaumhecke, rasch den Leuchtturm aufgebaut, die Köderschnüre in die Hecke verteilt, der Mond steht schon hell am blanken Himmel. Zuhause in Haan könnte man das jetzt komplett vergessen, mangels Anflug.

Aber ich bin nicht im Niederbergischen, sondern an der Mosel! Kaum hängen die Köder, kommen die ersten Falter, angelockt vom billigen Glühwein. Und das in einer Weinlage, in der seit Jahrtausenden bester Riesling wächst! Am Licht finden sich die ersten Geometriden ein, und auch in den Hecken belebt es sich: Obwohl die Schlehen rundherum noch völlig geschlossene Knospen haben, sitzen die Büsche voll mit Männchen des Schlehenheckenspanners Aleucis distinctata, und an der Wand der Kapelle sitzt die erste Buchenmotte (Diurnea fagella). Nach zwei Stunden stehen 15 Großschmetterlingsarten auf dem Zettel, nicht ganz schlecht. So richtig tolle Arten waren heute nicht dabei, das beste war noch die Raupe von Arctia villica, die an der Wand der Kapelle hochkroch. Mittlerweile bin ich aber völlig durchgefrorenen, das Thermometer steht auf 4° C, also Schluß für heute!

Erst auf der Hauptstraße fällt es mir wieder ein: Die Lichtfalle! Also noch mal hoch in die Weinberge, diesmal auf der anderen Seite des Orts. Dort ist es zwar genauso kalt, aber es geht wenigstens kein Wind. Beim ersten Blick in den Trichter der Lichtfalle dann wandelt sich die Laune in Sekundenschnelle. Dieses  Tier habe ich überhaupt noch nie gesehen! Eriogaster lanestris wird wegen der frühen Flugzeit zwar wahrscheinlich unterkartiert, aber trotzdem: der letzte Nachweis vom Frühlings-Wollafter von der Untermosel  liegt mehr als 30 Jahre zurück. Und im Fangsack dann der eigentliche Anlass für den Kurztrip: Valeria oleagina, die Olivgrüne Schmuckeule, eine weitere Rarität der einheimischen Schmetterlingsfauna.

Faunistik ist ja möglicherweise ein bescheuertes Hobby, wer sich zudem mit „Motten“ beschäftigt, der muss sich in Deutschland manchen Spott gefallen lassen. Aber drauf gepfiffen: Die zwei Stunden Heimfahrt mitten in der Nacht gehen flott vorbei, und auch am Morgen nach drei Stunden Schlaf schaut mir aus dem Spiegel ein fröhlicher Mottenfänger entgegen.


by the way:

•• Donnerstag, 5.4.2018, 19.00 bis ca. 21.30, Treffen in den Entomologischen Sammlungen Krefeld. Vortrag von Monika Weithmann: „Drei Jahre Lichtfang in Pommern an der Mosel – Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse nachgewiesener Schmetterlinge (Lepidoptera).

Veröffentlicht 28. März 2018 von Armin Dahl in Auf Tour, Eulenfalter, Lebensräume, Spinner

Falterpost mit der Schneckenpost   Leave a comment

Nur mal kurz zwischenrein, weil es sich beim Kleinen Nachtpfauenauge Saturnia pavonia  um unser „Haustier“ handelt, und weil der Entwurf von einer Wuppertaler Designerin entworfen wurde.

Und weil manch einer ja noch „old style“ kommuniziert und nicht per Mail, Whatsapp oder Facebook: Die Deutsche Post verkauft seit Juni 2016  Briefmarken mit einem schönen Nachtfaltermotiv, vielleicht hat der eine oder andere ja Lust sich ein paar von diesen Marken auf Vorrat anzuschaffen

Veröffentlicht 9. Februar 2018 von Armin Dahl in Arten / Listen, im Netz, Spinner

Labkrautschwärmer am Rhein   2 comments

Labkrautschwärmer, Düsseldorf-Benrath, 1. September 2017

Labkrautschwärmer, Düsseldorf-Benrath, 1. September 2017 (Foto: Klaus Böhm)

Vom Labkrautschwärmer Hyles gallii berichtet STAMM (1981: 61): Vorkommen nur am Niederrhein auf trockenen Heiden und Dünen, sonst nur sporadisch auftretend. Fangdaten 8. Mai – 10. August. Die ältesten Angaben darin stammen von STOLLWERK (1863), der berichtet von einem ständigen Vorkommen bei Uerdingen. Mehr als 150 Jahre später ist der Falter erfreulicherweise immer noch in der Region zu finden, auch wenn er in der Roten Liste der Niederrheinischen Bucht mit Kategorie „2: stark gefährdet“ geführt wird. In diesem Jahr sind Falter aus zwei verschiedenen Generationen im Gebiet beobachtet worden, eine Kopula am 13. Juni auf dem Zonser Grind in Dormagen, und jetzt am 1. September wieder ein Falter, praktisch in Sichtweite auf der rechten Rheinseite in Düsseldorf-Benrath. Klaus Böhm schreibt dazu: Das Tier habe ich früh Nachmittags aus der niedrigen Vegetation eines Halbtrockenrasen aufgescheucht, er flog rasant ab, eine Weile hin und her, setzte sich wieder ab, bei der Gelegenheit gelangen mir ein paar Fotos. Der Falter flog erneut ab und ich verlor ihn aus den Augen„.

Bei genauer Betrachtung des Fotos sieht man daß der Falter auf Labkraut sitzt: Das sind also die Stellen an denen sich in den nächsten Wochen vielleicht mal die Suche nach den Raupen lohnt. Hyles gallii überwintert nämlich nach der englischen und niederländischen Literatur als Puppe (zum Beispiel in der Neuauflage des WARING & TOWNSEND). Ob die Zeit noch reicht für die komplette 2. Generation oder ob die Falter im nächsten Jahr wieder zuwandern müssen?
Die Holländische Ausgabe von 2006 vermerkt da skeptisch, „waarschijnlijk kann deze soort de natte winters in Nederland en Belgie niet overleven„.
Raupenfunde aus dem Oktober sind jedenfall belegt, nachzuschauen bei observation.org
Wir wünschen den Raupen und uns auf jeden Fall einen goldenen September und Oktober!


Literatur und Links
STAMM, K. (1981): Prodromus der Lepidopterenfauna der Rheinlande und Westfalens. 229 S., Solingen (Selbstverlag).

STOLLWERCK, F. (1863): Die Lepidopteren-Fauna der Preussischen Rheinlande. Verh.Naturhist.Ver.preuss.Rhl.Westph., N.F. 10 (= 20): 43-248, Bonn

WARING, P, & M. TOWNSEND (2017): Nachtvlinders – de nieuwe veldgids voor Nederland en België. Kosmos Uitgevers, 448 S. ISBN: 9789021564470

Naturräume / Großlandschaften in NRW: http://www.klimaatlas.nrw.de/site/nav2/KarteMG.aspx

Veröffentlicht 3. September 2017 von Armin Dahl in Spinner

Vielfalt in der Ökozelle Hattingen   Leave a comment

„Geleuchtet wird bei jedem Wetter!“ Im Vorfeld gab es Bedenken ob angesichts der Wetterlage der Leuchtabend im Ludwigstal in Hattingen überhaupt zu Stande kommt. Aber der Einsatz hat sich gelohnt.
Bedeckter Himmel, ein wenig Nieselregen, aber hohe Nachttemperaturen Was den Laien als wenig verlockend für entomologische Aktivitäten erscheint, das freut die Lichtfangtruppe. Ausserdem ist es immer spannend mal ein neues Gebiet zu untersuchen, so auch in der sogenannten „Ökozelle“ im Süden von Hattingen.
Auf NABU-Einladung durften wir uns dort einen schönen Abend machen, und was für einen! Über 90 Großschmetterlingsarten an einem Leuchtabend, das passiert wir in der Region nicht allzu oft. Und das obwohl ein wenig Wasser von oben kam. Die Ökozelle am Schlangenbusch in Hattingen, im Prinzip nichts weiter als eine von Gehölzen umgebene Obstwiese mit einem angrenzenden Regenrückhaltebecken, ist damit faltertechnisch einer der besser untersuchten Plätze in der Region. Und beim Blick auf das Lichtfang-Protokoll vom 24. Juni 2017 fallen vor allem die extrem vielen Kleinschmetterlingsarten auf.

Sphinx Ligustri, Hattingen, 24. Juni 2017 (Foto: Gaby Schulemann-Maier)

Aber auch bei den „Makros“ waren ein paar schöne Arten dabei: Der Bärenspinner Lithosia quadra wurde im Sommer 2017 schon an vielen Stellen in der Region gesichtet, und scheint sich fest etabliert zu haben. Die Stars des Abends waren jedoch zweifelsohne die großen Brocken, allen voran der riesige Ligusterschwärmer. Über 135 Formen standen am Ende der Nacht auf dem Zettel, und da sind die Falter vom Tage noch nicht dabei.

Veröffentlicht 28. Juni 2017 von Armin Dahl in Arten / Listen, Spinner

Kleiner „Zuchterfolg“ mit Orgyia antiqua   1 comment

Auch wenn der Schlehen-Bürstenspimnner Orgyia antiqua bei uns überall vorkommt, so ist das Verfolgen der Fortpflanzung doch immer wieder ein besonderes Erlebnis. Am 5. Juni fand ich die Raupe an einem Rosenstrauch. Die Fütterung mit deren Blättern nahm sie nur kurz an und verpuppte sich schon einen Tag später. Nach 12 Tagen kam ein Weibchen mit den bekannten kl. Stummelflügeln zum Vorschein. 10 Minuten später erschien das erste Männchen, flatterte ungestüm umher und fand das Weibchen dann sehr bald.Nach der Kopula begann dann die Eiablage mit über 200 Eiern. Zur besseren Fotoansicht wurde das übrig gebliebene Puppengespinst entfernt.

 

 

 

 

 

Veröffentlicht 26. Juni 2017 von dietmarborbe in Arten / Listen, Spinner