Archiv für die Kategorie ‘Spinner

Wir begrüßen: rusticata, quadripunctaria, rufa   2 comments

Der Sommer ist verregnet gestartet, aber er macht sich: Fier ein paar schöne Nachweise aus den letzten Tagen, von Arten bei denen man die Ausbreitung mindestens vermuten kann oder die faunistisch  besonders spannend sind.

Euplagia quadripunctaria -

Euplagia quadripunctaria – Spanische Flagge. Haan, Spörkelnbruch, 21. Juli 2016 (Foto: Armin Dahl)

Euplagia quadripunctaria: Seit Jahren warte ich auf meiner Hauswiese auf die Arte, jetzt ist sie angekommen: Wer weiß ob die Art nicht im Ruhrgebiet schon weiter verbreitet ist, in Duisburg und Leverkusen gab es ja schon Nachweise jeweils im Stadtgebiet. Jetzt also auch „auf dem Land“, wenn man das Gebiet 1km hinter dem Hildener Kreuz mal so  charakterisieren will.

Idaea rusticata hat offenbar den Sprung an Köln vorbei nach Norden geschafft und konnte von Stefan Risch im Imbacher Weg in Leverkusen nachgewiesen werden. Das ist in Sichtweite der Wupper und schon fast in Leichlingen. Hier das Bild

http://www.naturgucker.de/?bild=-1989918425

Coenobia rufa, Solingen-Ohligs, Ohligser Heide, 22. Juli 2016 (Foto: Armin Dahl)

Coenobia rufa, Solingen-Ohligs, Heidebad, 22. Juli 2016 (Foto: Armin Dahl)

Und dann mal was ganz feines, wobei ich erst mal meine alten Bilder durchgucken muss ob da nicht noch ein paar Kandidaten schlummern: Coenobia rufa, eine winzige Eule, nicht größer als ein kräftiger Wickler, lebt an Binsen. Aufgestöbert in der Ohligser Heide direkt am Heidebad, in einer Fläche die sich nicht wesentlich von weiteren beweideten Heidemooren in der Region unterscheidet.

Das Tierchen liegt in der Größe etwa so wie Chortodes fluxa, ist aber irgendwie schlapper und flugträge.  Nächste Fundorte liegen in der Wahner Heide. Hier noch die Begleitfauna, von einer tropischen Nacht mit nervtötendem Anflug von mehr als 30 Euthrix potatoria:

Lichtfangprotokoll Ohligser Heide 22. Juli 2016

 

 

Veröffentlicht 23. Juli 2016 von Armin Dahl in Eulenfalter, Heideterrasse, Klimawandel, Spanner, Spinner

Saisonstart Cupido argiades   1 comment

Frisch von der Hauswiese: Weibchen von Cupido argiades, Haan, Spörkenbruch, 26. Juni 2016 (Foto: Armin Dahl). Wenn man mal davon ausgeht dass das hier die erste Generation ist, dann

Frisch von der Hauswiese, frei Hand geschossen: Weibchen von Cupido argiades, Haan, Spörkenbruch, 26. Juni 2016. (Foto: Armin

Adscita statices

Adscita statices mit Milbenbefall, Haan, Spörkenbruch, 26. Juni 2016 (Foto: Armin Dahl)

Veröffentlicht 26. Juni 2016 von Armin Dahl in Spinner, Tagfalter

Noch mehr Highlights vom Geo-Tag   Leave a comment

So langsam haben wir das Schlafdefizit wieder aufgeholt, die unbestimmten Bilder werden aufgearbeitet und die Liste vom GEO-Tag in der Ohligser Heide wird länger und länger.
Hier noch ein paar Formen die ich erwähnenswert oder besonders hübsch finde, die meisten davon sind typische Heidetiere. Der Fund von Boloria selene auf der Pflanzenexkursion am Nachmittag zeigt uns, dass die Botaniker eigentlich die besseren Entomologen sind!

Leucorrhinia pectoralis, Further Moor, 22. Juni 2016 (Foto: Moritz Schulze)

Leucorrhinia pectoralis, Further Moor, 22. Juni 2016 (Foto: Moritz Schulze)

Und zm Schluß noch ein Fund aus einem Nachbargebiet, in zweierlei Hinsicht: Die Große Moosjungfer
Leucorrhinia pectoralis ist natürlich kein Schmetterling, hat jedoch momentan anscheinen einen großen Einflug, das Foto stammt zwar aus dem Further Moor, aber die Art flog am GEO-Tag auch in der Ohligser Heide, weitere Meldungen am besten direkt in das Fundmeldesystem der Biostation Mittlere Wupper sind sehr erbeten.

Veröffentlicht 22. Juni 2016 von Armin Dahl in andere Insekten, Arten / Listen, Mikros, Raupen, Spinner, Tagfalter

Erste Sesien am Start!   3 comments

Synanthedon culiciformis, Hagen, 18. Mai 2016 (Foto: Josef Bücker)

Synanthedon culiciformis (L.), Hagen, 18. Mai 2016 (Foto: Josef Bücker)

Josef Bücker meldet aus Hagen:
„hier ein Hinweis für die Pheromon-Nutzer: seit Anfang Mai bin ich mit dem Pheromon von S.culiciformis in Hagen unterwegs. Heute, am 18. Mai 2016, ging der erste in die Falle. Im letzten Jahr lag der Startpunkt in Hagen am 15. Mai.“

Veröffentlicht 18. Mai 2016 von Armin Dahl in Glasflügler, Phänologie, Spinner

Verschollene Arten: Sabra harpagula   Leave a comment

Die Zeiten als an der Wupper noch richtige Ritter hausten, ist zum Glück lange vorbei: Das gemeine Volk hatte im Spätmittelalter wohl nicht allzuviel zu sagen beziehungsweise auch nichts zu beißen. Wie seinerzeit die Landschaft ausgesehen haben könnte ist heute genauso unvorstellbar, das Bergische Land war weitgehend waldfrei und es dürfte wohl eher so  ausgesehen haben wie im Mittelmeerraum. Dazu gehörten mit Sicherheit offene, stark besonnte Felshänge mit entsprechendem Kleinklima.

Wer einmal im Hochsommer in einem Steinbruch der Region unterwegs war, weiß wovon ich spreche: Bodentemperaturen von 60°C und mehr sind auf Felshängen keine Seltenheit. Und genau da liegt eines der Geheimnisse, warum heute viele „wärmeliebende“ Schmetterlingsarten die Region großflächig geräumt haben: Es fehlen Offenland-Lebensräume und lichte Wälder mit hohen Bodentemperaturen und geringem nächtlichen Taufall, in denen man als Raupe oder Puppe nicht verschimmelt, sondern seine Entwicklung zum Falter in Ruhe hinter sich bringen kann.

Sabra harpagula (ESPER, [1786]) - Linden-Sichelflügler. Bonn-Oberkassel, 11. Mai 2016 (Foto: Armin Dahl)

Sabra harpagula (ESPER, [1786]) – Linden-Sichelflügler. Bonn-Oberkassel, 11. Mai 2016 (Foto: Armin Dahl)

Eine der Arten, die zu Zeiten der Ritter in der Region sehr wahrscheinlich noch häufiger war als heute, ist der Linden-Sichelfügler Sabra harpagula (ESPER, [1786]). Hierzu schreibt WEYMER (1878): „Sehr selten, wurde von HAVERKAMPF 1876 oberhalb von Rittershausen an der Laake gefunden. Schon vor vielen Jahren war 1 Exemplar von H. HAARHAUS bei Elberfeld gefunden worden.“

Rittershausen und Wupperfeld bilden seit 1929 den heutigen Wuppertaler Stadtteil Oberbarmen, ein sichtbares Zeichen der ehemaligen Bewohner ist das Denkmal von Emil Rittershaus in den Barmer Anlagen in Wuppertal-Barmen

Freigeister wie Emil Rittershaus mag man heute noch in Wuppertal finden, der Linden-Sichelflügler dürfte allerdings mit einiger Sicherheit verschwunden sein: Seit 160 Jahren liegen keine weiteren Beobachtungen aus der Region vor. Weshalb man heute ein Stündchen mit dem Auto fahren muss, um sich einen noch besiedelten Lebensraum von S. harpagula anzuschauen: Die dem Niederbergischen nächsten Populationen fliegen im Ennert bei Bonn: Lichte Eichen-Hainbuchenwälder mit hohem Anteil an Sommerlinde, am Fuß der riesigen Basalt-Steinbrüche am Nordwestrand des Siebengebirges.

Veröffentlicht 13. Mai 2016 von Armin Dahl in Auf Tour, Lebensräume, Spinner

Klimamonitoring Düsseldorf 2015   Leave a comment

Das neue Klimamonitoring-Gutachten aus Düsseldorf ist fertig und kann Bei Ulf Schmitz hier heruntergeladen werden. Ludger Wirooks und Sascha Guckes haben wieder etliche neue Arten aus den Büschen im Eller Forst und dem Golfplatz in Hubbelrath herausgeklopft und -geleuchtet.

Dass auch nach Jahren in regelmäßig durchgeführten Untersuchungen an einem Ort immer wieder neue Arten hinzukommen, das ist normal. Insofern wundert es nicht dass generell seltene Arten oder solche mit stärkeren Populationsschwankungen erst nach etlichen Jahren auf der Liste auftauchen. Dazu zählt zum Beispiel der Weidenbohrer Cossus cossus und die  Eulenfalter  Xylocampa areola und Acronicta alni,  von denen man auch bei Dauerlichtfang immer nur einzelne Tere erwischt.  Besonders bemerkenswert finde ich vor allem die folgenden drei Nachweise:

Heterogenena asella, am 18. September 2015 an der Blattunterseite von Buchen gegenüber dem Restaurant am Unterbacher See. Das Tier steht immerhin schon im Biotopmanagement-Gutachten des heutigen FFH-Gebietes Spörkelnbruch-Hilden, erstellt von Dietmar Woizilinski in den Jahren vor 1992. Das ist was für echte Raupen-Spezialisten. Die Art ist in den Vorjahren bestimmt übersehen bzw. nicht gezielt gesucht worden.
Eupithecia selinata: Eine Raupe des Silgen-Blütenspanners wurde in Hubbelrath an einer Engelwurz-Blüte in einer bachnahen Hochstaudenflur beobachtet. Weit und breit gab es bisher keine Nachweise dieser Art, was daran liegen mag dass wir uns um die kleinen grauen Eupithecien immer herumgedrückt haben. Aber auch daran dass endlich mal jemand intensiv auf Raupenpirsch geht. Oder das Tier hat sich ausgebreitet.
Rhinoprora chloerata  Für mich eine echte Sensation, wurde die Art doch im April 2015 nicht nur im Eller Forst (das ist die Hecke wo auch Satyrium pruni in der Nähe fliegt), sondern auch in Hubbelrath, dort sogar in sechs Exemplaren, von blühenden Schlehen geklopft. Auch hier gab es in der Umgebung bisher – gar nix.
Ansonsten bleibt das Klimamonitoring Düsseldorf, was die Schmetterlinge angeht, mal wieder bei den bisher bekannten Aussagen: „Wissenschaftlich abgesicherte Klimaeffekte lassen sich aus dem in den Untersuchungsgebieten gewonnen Datenmaterial der letzten sieben Jahre naturgemäß nicht unmittelbar ableiten
,

 

Veröffentlicht 20. Februar 2016 von Armin Dahl in Klimawandel, Raupen, Spanner, Spinner

Windenschwärmer in Leichlingen – im Maisfeld!   Leave a comment

Windenschwärmer-Raupe (Agrus convolvuli). Leichlingen -Neuenkamp, 31. August 2015 (Foto: Sascha Eilmus)

Windenschwärmer-Raupe (Agrus convolvuli). Leichlingen -Neuenkamp, 31. August 2015 (Foto: Sascha Eilmus)

Manchmal liegen die Lebensräume der Schmetterlinge an Stellen die sonst eher wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Hier ein kurzer Beitrag von Sascha Eilmus.

entlang des sonnenseitigen Maisfeldrandes hat sich ein ausgeprägter Streifen mit Winden gebildet. Teilweise liegen die Maispflanzen wegen der Last der Winden am Boden – sieht wie in Mittelamerika aus. Da hatte ich Fraßspuren gesehen und habe dann gestern nach Einbruch der Dunkelheit mal geschaut. Weiter im Maisfeld drinnen sind aber keine Winden

Veröffentlicht 1. September 2015 von Armin Dahl in Lebensräume, Spinner, Wanderfalter

Zygaena filipendulae, Papilio machaon   Leave a comment

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Zygaena filipendulae, W.-Eskesberg, 11. August 2015 (Foto: Armin Dahl)

Die Phänologie des Sechsfleck-Widderchens Zygaena filipendulae gibt einem immer noch Rätsel auf: Schon am 25. Juni 2015 wurde ein erstes Tier gemeldet, aus dem Blombachtal in Remscheid. Und erst jetzt, lockere sechs Wochen später, geht die Flugzeit auf dem erheblich wärmeren Eskesberg in Wuppertal so richtig los. Ob das daran liegt dass dort im letzten Jahr eine 2. Generation aufgetreten ist? Jedenfalls reagieren die überwinternden Raupen offenbar plastisch auf Umwelteinflüsse.

Beim Schwalbenschwanz ist das erheblich übersichtlicher, der überwintert als Puppe. Die erste Generation fliegt Ende April / Anfang Mai, die zweite Generation aktuell, und wenn der Herbst richtig schön ist, dann  gibts auch noch eine dritte. Aber Start ist immer im Frühling, wenn der Flieder blüht. Die beiden Bilder zeigen ein Weibchen im typischen niedrigen Schwirrflug  bei der Suche nach einem Eiablageplatz. Solche Fotos gelingen auch nicht alle Tage!

Papilio machaon, Solingen, Deponie Bärenloch, 15. August 2015 (Foto: Hans-Jürgen Martin)

Schwalbenschwanz im Flug erwischt! Solingen, Deponie Bärenloch, 15. August 2015 (Foto: Hans-Jürgen Martin)

Papilio machaon, Solingen, Deponie Bärenloch, 15. August 2015 (Foto: Hans-Jürgen Martin)

Papilio machaon an einer Jungpflanze von Wilder Möhre, Solingen, Deponie Bärenloch, 15. August 2015 (Foto: Hans-Jürgen Martin).

Veröffentlicht 15. August 2015 von Armin Dahl in Spinner, Tagfalter

Auf der Suche nach dem Osterhasen   2 comments

Letzte Nacht war mal wieder Fortbildung in Sachen Artenkenntnis, diesmal war die Eifel dran. Der Buterweck oberhalb des Schmetterlingspfads in Nettersheim ist ein Hügel mit einem verbrachten Halbtrockenrasen, auf dem reichlich Perlgras und Orchideen wachsen, einer ungepflegten Streuobstwiese und Wald, auf der Hochfläche grenzen die Maisäcker an. Hier ein paar Bilder.

Veröffentlicht 7. August 2015 von Armin Dahl in Auf Tour, Eulenfalter, Mikros, Spanner, Spinner

Das Jahr der dicken Brocken   Leave a comment

2015 wird eines dieser Wanderfalter-Jahre über die wir noch eine Weile reden: Schon im April erfolgten Einflug von Distelfalter und Taubenschwänzchen, und so viele Meldungen vom Ligusterschwärmer wie in diesem Sommer hatten wir noch nicht. Aber es geht noch dicker: Aus Bedburg, immerhin in Sichtweite der Bergischen Heideterrasse, meldet ein Kollege Funde von Totenkopfschwärmer-Raupen (Acherontia atropos), die dort sich dort in einem Privatgarten entwickeln.

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Totenkopfschwärmer-Raupe und ihr glücklicher „Besitzer“. Bedburg, Juli 2015 (Foto: Rolf Thiemann)

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Totenkopfschwärmer-Raupen, Bedburg, Juli 2015 (Foto: Rolf Thiemann)

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Totenkopfschwärmer-Raupe, Bedburg, Juli 2015 (Foto: Rolf Thiemann)

Veröffentlicht 4. August 2015 von Armin Dahl in Arten / Listen, Spinner, Wanderfalter

Marscheider Wald – Paradies für Schmetterlinge!   Leave a comment

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Die „üblichen Verdächtigen“ beim Lichtfang: Moritz Schulze, Armin Radtke und Ernst Herkenberg

Tagsüber warm, abends etwas schwül, nachts einsetzender Regen: Beste Bedingungen für einen erfolgreichen Lichtfang, und das obwohl die Koffer für den Sommerurlaub eigentlich schon gepackt sind. Und nachdem wir beim letzten Mal auf der Marscheider Leitungstrasse im Osten Wuppertal erbärmlich nass geworden sind, war es diesmal herrlich nass! Abbau um 02.15, da waren es trotz allem noch 17°, und 110 Makroarten standen auf dem Zettel, dazu kommen noch ein paar Eulen die noch einen Fototermin brauchen. Ein herrlicher Leuchtabend mit einem ungeheuren Anflug an Insekten, hier ein paar Impressionen und ein erstes Protokoll

Bärenstarke Mosel-Spätlese von 2014   2 comments

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Epatolmis luctifera ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) – Kaiserbär. Ex larva Reil / Mosel 20. Juni 2014 (Foto: Armin Dahl)

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Epatolmis luctifera ([DENIS & SCHIFFERMÜLLER], 1775) – Kaiserbär. Ex larva Reil / Mosel 20. Juni 2014 (Foto: Armin Dahl)

Im Juni 2014 waren wir zum ersten Mal an der Mittelmosel zum Lichtfang im Mullay-Hofberg / Pfefferberg bei Reil, dort hat das Weingut Melsheimer einen großen zusammenhängenden Wingert, der seit vielen Jahren ökologisch bewitschaftet wird.

Herbizidfreie, kräuterreiche Hänge mit reichlich Felsen, Rohboden und Sonne sind optimale Bedingungen für eine hohe Artenzahl an Schmetterlingen. Und mal ganz abgesehen von den über 160 Arten Groß- und Kleinschmetterlinge, die nach einer durchgearbeiteten Lichtfang-Nacht auf dem Zettel standen, bietet diese Lage mit dem Moselpanorama eine phantastische Kulisse für einen schönen Leuchtabend.

Eine ziemlich unscheinbare Bärenraupe hatte ich seinerzeit mit nach Hause genommen, von der es leider kein Foto gibt. Im Protokoll als die häufige Spilosoma lubricipeda mit einem „? – Zucht AD“ markiert, verpuppte sich das Tier brav und lag seitdem in meinem Schuppen in einer Plastikdose. Heute saß darin der geschlüpfte Falter, und Hurra, von wegen lubricipeda: Epatolmis luctifera – Kaiserbär!
Die Art ist eine der größten Raritäten der einheimischen Tierwelt und aktuelle Nachweise – soweit bekannt – gibt es nur von der Mittelmosel.

Mullay-Hofberg

Blick vom Dörfchen Burg über die Mosel auf dem Mullay-Hofberg in Reil. Im Bild oben links erkennt man den Landal-Ferienpark auf dem Mont Royal (Kröv). 30. Mai 2013 (Foto: Armin Dahl)

Veröffentlicht 30. Mai 2015 von Armin Dahl in Auf Tour, Mosel, Spinner

Adscita statices auch 2015 wieder   1 comment

Moritz Schulze meldet:
ich komme gerade aus dem Osten Wuppertals aus meiner ÖFS-Fläche zurück. Im oberen Lohbachtal (nördl. Kotthausen) war ich längere Zeit in einer Brache mit Feucht- und Magervegetation unterwegs. Neben 3 frischen tityrus-Männchen konnte ich auch ein frisches statices-Ind. (siehe Anhang, Fläche ist in der Karte rot umrahmt) dokumentieren. Außerdem existiert in der Fläche noch ein größerer Bestand des Schmalblättrigen Wollgrases (heutzutage leider Mangelware bei uns im Feuchtgrünland!).

24.5.2015 Foto: Moritz Schulze

24.5.2015 Foto: Moritz Schulze

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Veröffentlicht 24. Mai 2015 von Armin Dahl in Phänologie, Spinner

Frisch aus dem Ei: Poecilocampa populi   Leave a comment

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Poecilocampa populi (LINNAEUS, 1758) – Kleine Pappelglucke. Die L1-Raupe, stammt aus einem Eigelege aus Heiligenhaus leg. Dietmar Borbe (11/2014)

Mit dem Laubaustrieb der Eichen schlüpfen die überwinterten Eier vieler Falter, und die kleinen L1-Raupen machen sich über das frische Grün her. Ob die kleine Raupe auf dem Bild wirklich von der Eiche frisst, ist noch nicht raus.

Poecilocampa populi ist hier im Ballungsraum nicht gerade häufig, vielleicht weil die Falter gerne ans Licht kommen und dann da auch sehr lange sitzen bleiben.

Veröffentlicht 18. April 2015 von Armin Dahl in Phänologie, Raupen, Spinner

Kleines buntes Gewusel   Leave a comment

Endlich warm, endlich auch Falter am Licht. Ein kleiner Sprung ins Burgholz bei Wuppertal gestern abend, und schon hebt sich die Laune doch ganz beachtlich. 23 Arten Makros am Licht ist auch nicht ganz schlecht, sehr beeindruckend waren aber vor allem die Massen der schicken kleinen Urmotten (Eriocrania subpurpurella), die sich im Birken-Eichenwald an die Lampe drängelten.

Die Artenliste: kleine Micros (ncht komplett, Micropterigidae bis Gelechiidae) 0000480 Eriocrania subpurpurella 500 0022310 Diurnea fagella 25 große Micros (Tortricidae bis Pterophoridae) 0043890 Acleris cristana 1 Spinner i.w.S. (Großschmetterlinge) 0074940 Polyploca ridens 12 0074980 Achlya flavicornis 5 0087190 Notodonta ziczac 1 0087220 Drymonia ruficornis 2 nach 23:15 Spanner 0076410 Selenia dentaria 1 0076430 Selenia tetralunaria 15 0076850 Biston strataria 1 0077980 Paradarisa consonaria 1 0083410 Chloroclysta siterata 1 0085780 Eupithecia abbreviata 18 0085990 Gymnoscelis rufifasc. 2 Eulen (Noctuidae, Nolidae, Pantheidae) 0089840 Scoliopteryx libatrix 1 0095960 Eupsilia transversa 5 0096000 Conistra vaccinii 10 0099170 Lacanobia oleracea 1 sehr frühes Datum! 0100380 Orthosia gothica 1 0100440 Orthosia cerasi 10 0100500 Anorthoa munda 4 0102250 Cerastis leucographa 1 0103720 Colocasia coryli 15 0104290 Nola confusalis 1 0104410 Nycteola revayana 1

Veröffentlicht 16. April 2015 von Armin Dahl in Arten / Listen, Mikros, Phänologie, Spanner, Spinner

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