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Die Dahlsche Heide kommt – aber langsam   Leave a comment

Vor knapp drei Jahren, im Oktober 2017, habe ich mir von der Biostation Solingen einen Hänger voll mit Heidekraut-Placken besorgt, und die auf meine Schafweide gepackt, in Form von zwei kleinen Heidestreifen. Dazu kamen zwei Feldchen mit Sandmagerrasen-Saatgut. Alles für die Katz – oder doch nicht?

Mein Haus und das Grundstück drumherum liegen auf der Bergischen Heideterrasse, der Untergrund besteht aus sehr feinem Sand mit ein wenig Kies, und meine Schafe magern den Boden seit ca. 20 Jahren aus. Sollte man meinen, dort könnte man ohne Probleme einen Sandmagerrasen und ein paar Fleckchen Heidevegetation entwickeln. 

Also hatte ich mir zusätzlich noch zwei Flächen mit Sand-Magerrasen-Mischung von Rieger-Hofmann angesät, das Saatgut war seinerzeit nicht ganz billig, aber es gibt teurere Hobbys als das Anlegen von Wiesen. Dann kam der Frühling und Sommer 2018, und von meinem schönen Heidekraut blieb kein Hälmchen übrig. Im Winter hatte es ein paarmal bei trockenem Wetter knackig gefroren, ab April bis spät in den August herrschte dann außergewöhnliche Dürre.

Das Heidekraut war der Sache nicht gewachsen, die Ansaat ebensowenig. Bis auf ein paar Natternkopf-Pflanzen war im Herbst praktisch nichts mehr zu sehen, außer zwei flachen Gräben und zweihundert Quadratmetern mit fast kahlem Boden. Rausgeschmissenene Zeit und Geld!

Der Sommer 2019 folgte, das war der Hitzesommer, da sah die Schafweide schon im Juni aus wie die ungarische Steppe. Die als Schnellbegrüner im Saatgut eingemischte Bromus-Art stand in wenigen Halmen etwas vreloren herum, von Magerrasen keine Spur. Nur eine einzelne Heidenelke zeigte sich im Spätsommer, mal ganz abgesehen davon daß die Schafe das ganze vorhandene Grünzeug seeeehr gründlich abgeräumt hatten: Hinterm Elektrozaun schmeckts doch immer erheblich besser als davor, und die Schafe wissen eigentlich immer ob ich sie gerade beobachte oder zwei Tage weggefahren bin.  Experiment gescheitert, Mühe umsonst!

Gewöhnlicher Thymian (Thymus pulegioides). und Heidenelke (Dianthus deltoides). Haan, Spörkelnbruch, 21. Juli 2020 (Foto: Armin Dahl)

Dann schoben sich im Herbst 2019 ein paar unscheinbar kleine blaue Kügelchen im Heidestreifen nach oben, und siehe da: Das Berg-Sandglöckchen Jasione montana hatte alle Strapazen überlebt, und blühte ein paar Tage. Kurz danach waren die Schafe doch wieder über den Zaun gesprungen und alles so blank wie zuvor. Mistviecher! Der Metzger hole Euch!

Die Schafe verbrachten den Rest des Jahres und das Frühjahr 2020 auf anderen Flächen, und siehe da: nicht alles war umsonst. Plötzlich steht die Heidenelke mit zahlreichen Pflanzen in Blüte, und der Sand-Thymian hat sich auch entschlossen ein paar kleine rosafarbene Polsterchen auszubilden. Und die Sandglöckchen, wohlgemerkt autochthon aus der Ohligser Heide und unbemerkt mit den Heideplacken eingebracht, färben schon ein paar Quadratmeter blau.

Jasione montana

Jasione montana, Berg-Sandglöckchen. Haan, Spörkelnbruch, 21. Juli 2020 (Foto: Armin Dahl)

Jetzt können sie also kommen, die typpischen Heidebewohner unter den Schmetterlingen! Einzelne Vorposten gab es ja schon im Super-Sommer 2018, zum Beispiel die seltene Eule Eugnorisma glareosa. Und auch die Sache mit dem Heidekraut werde ich noch mal angehen. Merke: Grau ist alle Theorie, die Wiederentwicklung der typische Lebensräume der Bergischen Heideterrasse erfordert in meinem Fall vor allem – Geduld.

Link: Magerrasen-Mischung von Rieger-Hofmann.

Achtung, Regionalsaatgut!

Die Verantwortung für die Ausbringung von Saatgut liegt seit März 2020 beim Anwender. Enthält eine Mischung für die freie Landschaft Arten, die nicht aus dem Vorkommensgebiet stammen (z.B. aus benachbarten Ursprungsgebieten) ist dafür nach §40 BNatschG eine Ausnahmegenehmigung bei den Naturschutzbehörden einzuholen!

 

Veröffentlicht 23. Juli 2020 von Armin Dahl in Ökologie, Lebensräume, Pflege

Flower power in the city: Mehr Insekten, weniger Kosten   Leave a comment

So kann’s gehen: Blühstreifen statt exotischer Gehölze. Quelle: journals.plos.org)

In städtischen Gebieten ist die Schaffung einheimischer Wildblumenwiesen eine Option, um Insekten zu fördern und die Unterhaltungskosten für städtische Grünflächen zu senken. Eine neue Studie der TU Darmstadt zeigt die Auswirkungen der Umwandlung von Pflanzungen am Straßenrand – von exotischen Sträuchern in Wildblumenwiesen.

Die Autoren der Studie untersuchten die Häufigkeit von 13 Arthropodentaxa – u.a. Spinnen,  Heuschrecken, Bienen und Ameisen, Zikaden, Käfer sowie die Änderung der Unterhaltungskosten. Untersuchungsgebiet war Riedstadt im Kreis Groß-Gerau im südlichen Rhein-Main-Gebiet, eine Kleinstadt mit knapp 24.000 Einwohnern

In der Untersuchung wurde der Einfluss des Vegetationstyps (Wiese / Gehölze), des Alters der Wiese, der Größe, des Standorts (Entfernung zur Stadtgrenze) und des Mähregimes bewertet. Untersucht wurde mittels Bodenfallen und Saugproben. Die Anzahl der Arthropoden auf Wiesen war in Bodenfallen um 212% und in Saugproben um 260% höher als in den Gehölzflächen. Die erhöhte Anzahl von Arthropoden auf Wiesen war für die meisten Taxa unabhängig von der Größe und Isolation der Grünflächen. Das Mähregime wirkte sich jedoch stark auf mehrere Insektengruppen aus, wobei die Arthropodendichte im Vergleich von ungemähten zu gemähten Wiesenflecken um 63% zunahmen. Die Kosten für die Pflege von Grünflächen waren auf Wiesen fünfmal niedriger als auf Vergleichsflächen.

Die komplette Studie:
Mody K, Lerch D, Müller A-K, Simons NK, Blüthgen N, Harnisch M (2020) Flower power in the city: Replacing roadside shrubs by wildflower meadows increases insect numbers and reduces maintenance costs. PLoS ONE 15(6): e0234327. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0234327

Eine niederländische Zusammenfassung findet sich im Newsletter „Nature today“ vom 13. Juli 2020

Veröffentlicht 13. Juli 2020 von Armin Dahl in Ökologie, Insektensterben, Lebensräume, mehr Lepis

Wiederfund nach langen Jahren – Nola aerugula   Leave a comment

Manchmal muss man einfach Geduld haben. Im Falle von Nola aerugula sogar ziemlich viel Geduld. Der letzte Nachweis im Gebiet der Bergischen Heideterrasse stammt von 1948, erbracht von Karl Stamm. Eigentlich erstaunlich bei einem Tier, das den Deutschen Namen Birkenmoor-Kleinbärchen trägt. An diesem Lebensraumtyp herrscht hier herum eigentlich kein Mangel.

Aber vielleicht haben wir das kleine Ding auch einfach schon mal bei den vielen Lichtfängen in der Hildener und Ohligser Heide übersehen. Nola aerugula kann man relativ leicht mit einer der vielen Zünslerarten verwechseln.

Nola aerugula (HÜBNER, 1793) – Birkenmoor-Kleinbärchen, Haan, 9. Juli 2020 (Foto: Armin Dahl)

Wie auch immer, die Art ist auch nach 72 Jahren ohne Nachweise noch da, und saß gestern Nacht an meiner Haustürlampe.


Literatur
STAMM, K. (1981): Prodromus der Lepidopteren-Fauna der Rheinlande und Westfalens. 229 Seiten, Solingen

Veröffentlicht 10. Juli 2020 von Armin Dahl in Heideterrasse, Spinner

Kamillenmönch unterwegs   3 comments

Cucullia chamomillae – Kamillenmönch, Gilsdorf, Juni 2020 (Foto: Ralf Dahlheuser)

Cucullia chamomillae – Kamillenmönch, Gilsdorf, Juni 2020 (Foto: Ralf Dahlheuser)

Aktuell haben wir das dritte Frühjahr hintereinander mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen, auch sind an vielen Stellen Ackerrandstreifen angelegt worden.

In der Folge scheinen mir die typischen Ruderalflur- und Steppenbewohner unter der einheimischen Fauna doch etwas im Vorteil zu sein.

So sind an verschiedenen Stellen in Nordrhein-Westfalen aktuell die Raupen von Cucullia chamomillae gefunden worden, zum Beispiel in Remscheid-Grund, Fröndenberg an der Ruhr, [Nachtrag: Nümbrecht] und auch in Gilsdorf, einem Stadtteil von Bad Münstereifel in der Eifel.

Die auffälligen Raupen sitzen gut sichtbar auf ihren namensgebenden Nahrungspflanzen, können sehr bunt sein oder auch fast weiß.

Die letzten Nachweise in unseren Daten liegen schon viele Jahre zurück, weitere Meldungen wären toll!


Nachtrag 1. Juli 2020:
Wer suchet, der findet:  ist ein Video von einer frisch gehäuteten Raupe zu sehen, aufgenommen in Haan-Gruiten, 1. Juli 2020

Veröffentlicht 24. Juni 2020 von Armin Dahl in Klimawandel, Eulenfalter, Raupen

Mullay TV – die Mosel geht insta!   Leave a comment

Scrreenshot vom Mullay-Hofberg, 14. Mai 2020, mit Rotem Scheckenfalter. © Jannis Melsheimer

Ein Marienkäfer krabbelt herum, eine Schwebfliege, dann eine Rote Mordwanze, eine fette Schnake. Darauf weitet sich der Blick, man sieht einen extrem steilen Weinbergshang, unten die Mosel. Man hört den Schienenbus der Moselweinbahn rattern, im Vordergrund flattert ein Schmetterling auf einer Margerite.

Und zwar nicht irgendein Schmetterling: Der Rote Scheckenfalter Meliaea didyma, eines der Highlights der Moselfauna. Mullay TV, Folge 1, vom 14 Mai 2020, gedreht von Jannis Melsheimer, spielt in dem Weinberg, in dem wir 2014  die unvergessenen „Weinschwärmer“-Exkursion durchgezogen haben. Die 160 Groß- und Kleinschmetterlingsarten von damals stecken mir heute noch in den Knochen, geleuchtet wurde bis zum hellwerden, am Ende war auch der Kaiserbär Epatolmis luctifera auf der Liste.

Auf über 12 Hektar Fläche machen die Melsheimers dort ihren Öko-Wein, nach Demeter-Vorgaben, gespritzt wird so wenig wie möglich. Und nicht nur der Melsheimer-Riesling ist toll, auch die Fauna drumherum. Ich hoffe ihr könnt das hier sehen, Instagram-Videos habe ich noch nie eingebettet. Zur Not müsst ihr eure Kinder fragen, falls vorhanden.

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Mullay Tv Episode 01 🐞🦟🐛🕷🐝🦗🐌🐜 This is the first edition of Mullay TV ©. Not only ordinary insects like the ladybug and the long hoverfly call Mullay their home but also other beautiful living organisms. We are extremely proud to share this mountain with them. The highlight of our first episode is the red fritillary which was spotted during the work in our vineyard “Langeberg". ——————————————————————— Mullay TV Folge 01 🐞🦟🐛🕷🐝🦗🐌🐜 Dies ist die erste Ausgabe von Mullay TV ©. Neben gewöhnlicheren Insekten wie dem Marienkäfer und der Langbauchschwebfliege finden auf Mullay die schönsten Lebewesen eine Heimat. Wir sind überaus stolz diesen Berg mit ihnen teilen zu dürfen. Das Highlight der ersten Folge sind die Roten Scheckenfalter, entdeckt beim zweiten Spritzgang diesen Jahres im Langeberg. ————————————————————————🐞🦟🐛🕷🐝🦗🐌🐜 In cooperation with @jannis_melsheimer @paulamelsheimer @rieslingmax @frederikluca @lohnmaeher @h_a_n__n_a_h @thorsten_melsheimer @simon_ghaznawi @mottenfluesterer / www.heidelandschaft.de/ Thank you for keeping mullay alive #moselteiltnatur #mullay #insect #demeter #mosel #melsheimer #moselwine #ecovin #mullayhofberg #organicwinesforfuture #biowein #bioweinbau #ecovinbiowein #liebezumweinberg #biodynamicwine #biohoefe #weingutmelsheimer #bioriesling #naturalwine

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Veröffentlicht 27. Mai 2020 von Armin Dahl in Ökologie, Mosel, Tagfalter

Die Mikros machen den Unterschied   Leave a comment

Ein Abend nach dem Ende der April-Dürre 2020, nach den ersten Schauern, dazu in einem schönen ehemaligen Kalksteinbruch, halbwegs warm, mit reichlich Licht. Und dann das: Praktisch Null Anflug! Nach einer Stunde Lichtfang magere fünf Arten auf dem Zettel, beziehungsweise im Kopf, einen Zettel braucht man dafür nicht.
Auch nach 15 Jahren Lichtfang erlebe ich immer wieder negative Überraschungen, was die Erwartungen zu den Falterzahlen bei bestimmten Wetterlagen angeht. Liegts am Mond, am Niederschlag, am Luftdruck, was auch immer: An manchen Tagen steht man sich einfach die Beine in den Bauch, und an den Lampen tut sich praktisch nichts!

Nach drei Stunden ging der Anflug wenigstens ein bisschen los, am Ende waren es dann immerhin über 25 Arten, inklusive Kleinschmetterklinge versteht sich. Ein Skandal bei vier Leuchttürmen plus Lichtfalle. Bei den Mikros lohnt es sich allerdings immer mal wieder, genau hinzuschauen: Von der kleinen, goldglänzenden Faulholzmotte Crassa tinctella gab es aus dem Niederbergischen bisher keinen Nachweis. Im Unterschied zur ähnlichen, aber später fliegenden Crassa unitella sitzt die C. tinctella mit dem Abdomen nach unten, Kopf und Thorax sind gleichfarbig goldgelb (unitella: Kopf orange).

Crassa tinctella: Haan, Grube 10, 28. April 2020 (Foto: Armin Dahl)

Alle Beobachtungen aus der Grube 10 vom gestrigen Abend findet ihr unter https://observation.org/gebied/view/259533

Veröffentlicht 29. April 2020 von Armin Dahl in Arten / Listen, Mikros

Beifänge in der Pheromonfalle   Leave a comment

Aktuell fliegen schon die ersten Glasflügler, denen wir wie jedes Jahr mit Pheromonpräparaten nachstellen. Der angestrebte Kleine Birken-Glasflügler – Synanthedon culiciformis ist mir hier rund um meinen Wohnort noch nie in die Falle gegangen. Dafür sind immer wieder Echte Motten drin, wie heute die Kornmotte Nemapogon granella.  (Hoffen wirs mal dass sie es auch ist, die app ObsIdentify schlägt Kornmotte Nemapogon granella mit 100.0% Wahrscheinlichkeit vor )

Die Kornmotte frisst als Raupe anscheinend Baumpilze, aber auch Haare und Federn in Vogelnestern, und wie der Name sagt Getreidekörner.

Veröffentlicht 26. April 2020 von Armin Dahl in Arten / Listen

Neuigkeiten aus der Ohligser Heide   2 comments

Der April 2020 wird wahrscheinlich in die Geschichte eingehen als Monat mit sehr vielen außergewöhnlichen Beobachtungen

Sei es aufgrund des fantastischen Frühsommer-Wetters oder wegen der hohen Beobachter-Aktivität, bedingt durch die Corona-Pandemie, die die Leute in die Wälder oder in ihre eigenen Gärten treibt.

Gerade mal vier Kilometer Luftlinie  trennen meinen Garten vom gestrigen Leuchtplatz in der Ohligser Heide, und man sollte meinen, dass wir die Umgebung in den vergangenen 15 Jahren ausreichend beackert haben. Aber immer wieder wird man von Neufunden überrascht, das ist ja ein Teil des Spaßes bei der Beschäftigung mit den Schmetterlingen und Motten. Die „Großen Brocken“ wie Nagelfleck und Nachtpfauenauge sind immer ein Ereignis. Besonders schön ist es aber, wenn man lebensraumtypische (Heide-)Arten findet, die seit langem nicht mehr beobachtet wurden. Im speziellen Fall mal wieder ein Mikro, Ancylis uncella, zuletzt von Biesenbaum 1969 aus der Region gemeldet.

Hier ein paar Falter vom gestrigen Abend, die Handyfotos sind von mäßiger Qualität, aber die Kamera lag leider zu Hause…

 

 

Veröffentlicht 17. April 2020 von Armin Dahl in Arten / Listen, Lebensräume, Mikros, Spinner

Social distancing im Eichenwald   Leave a comment

Die Forschung zu den einheimischen Schmetterlingen erfährt in Zeiten von Coronaviren einen Schub. Hier noch mal fürs Protokoll: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Auf einmal haben alle Zeit, im Homeoffice mal schnell durch den Garten zu gehen und die ersten Tagfalter aufzuschreiben. Manch einer hat seinen Betrieb gleich ganz geschlossen oder ist in Kurzarbeit, und ist ganz froh um ein bisschen frische Luft. Man entflieht der verordneten Kontaktsperre in den nächstbesten Wald, und geht seinem Hobby nach.

Im Nachbarland Niederlande treibt das Ganze schon etwas seltsame Blüten, wenn ich das richtig verstanden habe sind dort so viele „Twitcher“ (zu Deutsch Abhaker) unterwegs dass auf waarneming.nl alle Beobachtungen von Seltenheiten momentan nicht mehr dargestellt werden. Auf Anweisung der Regierung („Overheid“), sagt mir das Übersetzungstool, näheres findet ihr hier. Wahrscheinlich stehen auf den Deichen des Nachbarlandes die Vogelgucker so dicht auf der Pirsch nach seltenen Vogelarten, dass es gefährlich wird. Das sind Luxusprobleme die wir gerne hätten!

Unsereiner steht nachts – ungewohnt mitten in der Woche- mit der Lichtfanganlage im Wald, abgesehen vom Kollegen weit und breit kein Mensch. Die Leuchttürme stehen im Karree mit 50m Abstand, Händeschütteln zur Begrüßung fällt ausnahmsweise aus, Abstand auf Armeslänge, das muss reichen, um sich nicht gegenseitig anzustecken. Die Eichen-Purpurmotten halten sich an keine Regeln, mehrere hundert drängeln sich an den Lampen. Der Vollmond scheint, der Kollege ist im T-Shirt unterwegs. Und wir freuen uns gemeinsam über die warme Nacht nach dem eiskalten Monatsanfang April 2020, in Zeiten von Corona!

Hier ein paar Bilder vom gestrigen Abend, 6. April 2020. 20 Makro-Arten und ein paar unbekannte Mikros, nicht schlecht für die Jahreszeit! Lasst Euch nicht unterkriegen vom Coronafrust, und bleibt gesund!

 

 

Veröffentlicht 7. April 2020 von Armin Dahl in Arten / Listen, mehr Lepis

Hurra! wir leben noch   5 comments


„Wie stark ist der Mensch? Wie stark?
In der Not hilft weder Zorn, noch lamentieren.
Wer aus lauter Wut verzagt und nichts mehr tut,
Der wird verlieren.“

Wenn Tim Laußmann in diesem Blog anfängt, den Papst zu zitieren, dann wirds richtig ernst! Da  möchte ich nicht zurückstehen und empfehle Euch heute die italienische Sängerin Milva, Jahrgang 1939, die  – mal abgesehen von dem eingebetteten Video – seinerzeit mit Mikis Theodorakis und Astor Piazolla  auch wirklich gute Musik gemacht hat.

Wer nichts mehr tut, der wird verlieren: Unter dieses Motto kann man vielleicht die kommenden Wochen stellen, in denen alle Veranstaltungen und Exkursionen wegen der Corona-Epidemie abgesagt sind, und viele von Euch zu Hause sitzen. Die Decke fällt einem auf den Kopf, und draußen ist es auch noch eisekalt, die Schönwetterperiode im März 2020 hat erst mal ein Ende gefunden. Jetzt kommt die politisch völlig unkorrekte, aber auch vom Deutschen Wetterdienst verwendete „Russenpeitsche“ mit arktischer Kaltluft. Zeit also die vielen Bilder zu sortieren, nachzubestimmen, oder sich im Internet ein wenig umzusehen.

Zum Beispiel im Portal observation.org, das mittlerweile für alle Bundesländer eigene Unterseiten hat. So finden sich zum Beispiel in nrw.observation.org über 44.000 Tagfalterbeobachtungen aus Nordrhein-Westfalen. Darunter sind alleine im Frühjahr 2020 über 70! Beobachtungen vom Großen Fuchs, der damit zwischen Emsland und Eifel deutlich häufiger beobachtet wurde als der Kleine Fuchs (13 Beobachtungen).

Woran das liegt kann vorerst niemand sicher erklären, C-Falter, Waldbrettspiel, Landkärtchen hatten alle schon mal schlechte Zeiten mit wenigen Nachweisen, das Kleine Wiesenvögelchen und der Mauerfuchs scheinen sich in der Region gaaanz langsam zu erholen. Der Große Fuchs war jahrzehntelang verschwunden und ist heute wieder zurück, den Scheckenfaltern wie Melitaea cinxia ist das bisher nicht gelungen. Die Vorkommen vom Kleinen Fuchs machen in den vergangenen Jahren starke Häufigkeitsschwankungen durch, jedenfalls in unserer Region. In der Eifel kann das Ganze schon wieder völlig anders aussehen, dort ist der Kleine Fuchs nach meiner Einschätzung stetiger und häufiger – die langfristigen Bestandsschwankungen vieler Tagfalterarten bleiben ein Mysterium.

Zum Abschluss aber noch ein Bild aus Wuppertal, von der Gleisbrache in Vohwinkel, wo vor 16 (!) Jahren am 17. April ein Weibchen von Saturnia pavonia ans Licht kam.. Ziemlich genau drei phänologische Wiochen früher, am 28. März 2020, saß dort wiederum ein Männnchen des Kleinen Nachtpfauenauges in der Pheromonfalle von Armin Radtke.

Veröffentlicht 29. März 2020 von Armin Dahl in Mikros, Phänologie, Spinner, Tagfalter

Wintersport: Minensuche am Feuerdorn   2 comments


Ein bisschen aus der Mode gekommen ist er, der Mittelmeer-Feuerdorn (Pyracantha coccinea). Zu meinen Kinderzeiten stand in jedem Vorgarten so ein Busch, bei uns zu Hause direkt neben dem Futterhäusschen für die Vögel. Und wenn die Amseln im Winter nichts mehr zu fressen hatten, dann kam der Tag an dem sie zuerst die Beeren am Ilex und danach die am Feuerdorn plünderten, dessen dekorative, erbsengroße orange Früchte als Notvorrat dienten.  Bei uns Kindern war der Feuerdorn nicht so beliebt: Wer da beim Spielen hineinfiel hatte länger etwas davon, der Busch trägt wie etliche andere Rosengewächse eine tückische Bewaffnung aus Sprossdornen, ähnlich wie Weißdorn und Schlehen.

In der Haaner Innenstadt stehen an ein paar Stellen noch Feuerdorne, meist neben Parkplätzen, wahrscheinlich als Sichtschutz und damit die Menschen nicht durch die Hecke laufen, siehe oben. Einer der Büsche direkt an der Hauptstraße war heute das Ziel meiner Suche, die ganze 10 Sekunden dauerte. Schon beim ersten Hingucken sprangen sie mir ins Auge, die pergamentartigen Minen auf der Blattoberseite der Blätter, und in drei Minuten hatte ich ca. 20 Stück davon in einem einzigen Busch entdeckt: Phyllonorycter leucographella, die Feuerdorn-Faltenminiermotte, ist hier herum offenbar ziemlich häufig.

Und wie bei Blattminierern so üblich, sind die Kenntnisse über die Verbreitung in Deutschland rudimentär, kaum jemand beschäftigt sich mit diesen Winzlingen, was es zu ändern gilt. Die Minen von P. leucographella finden sich im Winter am (immergrünen!) Feuerdorn, im Sommer auch an anderen  Rosengewächsen. Die Raupe lebt zwischen Blattober- und Unterseite, späte Stadien tragen auffallende dunkle Schilder auf der Rückseite. Die Mine befindet sich auf der Blattoberseite und ist von unten kaum zu erkennen.
Mit 7-8 Millimetern Spannweite ist der Falter etwa so dick wie eine Stecknadel, winzig aber wunderschön rehbraun mit weißen Streifen gezeichnet (griechisch Λευκός leucos = weiß, γραφή graphe = Schrift).

Die Art bildet offenbar zwei Generationen aus und eine ausgedehnte Flugzeit. Der Typenfundort liegt in Montenegro, der Erstnachweis für Deutschland erfolgte 1983, die Art hat sich hier wohl mit dem Zierpflanzenbau ausgebreitet. Ich wünsche viel Spaß bei der Suche!

Veröffentlicht 17. Januar 2020 von Armin Dahl in Blattminierer, Mikros

Jahresendfalter: Ypsolopha asperella   Leave a comment

Normalerweise schielen wir neidisch auf unsere Nachbarn aus den Niederlanden und Belgien, wenn es um Nachweise von winteraktiven Faltern geht. Die milden, von der Nordsee bestimmten Temperaturen im Westen verlängern die Vegetationszeiten und auch die Flugzeiten vieler Falter, die den Weg bis zu uns nicht geschafft haben oder hier eine echte Winterruhe einlegen müssen. Die Artenlisten auf waarneming.nl sind auch im Dezember 2019 noch ellenlang, zumal die Nachbarn auch noch fleißig Minier- und Sackträgermotten kartieren. Grund dafür ist vor allem das Heer von Beobachtern, die ihre Daten freiwillig und tagesgenau in die öffentlichen Datenbanken eingeben.

So ist man froh wenn man den Nachbarn mal ein Schnippchen schlagen kann, auch wenn unsereiner ja rein garnichts dafür kann – sieht man mal von fortgeschrittener Gartenverwilderung ab.

Sei es drum: hier ist sie, die Apfel-Schabenmotte – Ypsolopha asperella (Linnaeus, 1761)

Apfel-Schabenmotte – Ypsolopha asperella. 17. Dezember 2019 (Foto: Armin Dahl)

Warum die Apfel-Schabenmotte ausgerechnet in Holland und Belgien nicht nachgewiesen ist, jedoch in fast allen Bundesländern Deutschlands? Die Art ist hier schon einmal aufgetaucht, im vergangenen Februar, scheint also zu überwintern. Und lebt nach Informationen aus dem Lepiforum an allerlei Rosengewächsen. Wie bei vielen anderen Mikros steht auch hier hinter der Verbreitung ein großes Fragezeichen.

Veröffentlicht 19. Dezember 2019 von Armin Dahl in Arten / Listen

Gluckenglück im Spätherbst   Leave a comment

Kleine Pappelglucke, Wuppertal-Burgholz, Kremershammer, 25 November 2019 (Foto: Armin Dahl)

Die Kleine Pappelglucke ist so ein Mysterium, fast jeder hat sie im Garten, nur  ich nicht, im Streifen zwischen Duisburg – Düsseldorf – Langenfeld ist nix davon zu sehen. In der Ebene haben wir schon alle möglichen Leuchtplätze ausprobiert um an das Tierchen zu kommen, ohne Erfolg.

Ein paar Kilometer weiter nach Osten ist das alles kein Problem, im Burgholz westlich von Wuppertal ist Poecilocampa populi ein Massentier, wie ich heute mal wieder festgestellt habe.

Kleine Pappelglucke, Wuppertal-Burgholz, Kremershammer, 25 November 2019 (Foto: Armin Dahl)

16.30 aus dem Haus, im üblichen A 46-Stau Richtung Osten angestellt, um 17.15 an einem Talhang der Wupper die Leuchtanlage aufgestellt, bei warmen 10°C und Nieselregen, 17.30 das erste Tier am Licht, 18.30 insgesamt 21 Männchen an den Leuchtürmen und in der Lichtfalle, um 19.00 Uhr wieder zu Hause, rechtzeitig zum Einkauf vor Ladenschluss. So lobe ich mir das, diese unendlichen Leuchtabende im Sommer muss ich auch nicht immer haben.

Die Gründe, warum das Tierchen auf der Bergischen Heideterrasse nördlich von Leverkusen nicht (mehr) vorkommt sind nicht klar, ein Erklärungsversuch: Zu viel Lichtverschmutzung! Es gibt wirklich wenige Arten die vom Licht derart angezogen werden, und dann ewig wie festgeschraubt an den Lampen sitzen. Dabei lassen sie sich auch – einmal zur Ruhe gekommen – beliebig manipulieren. Und so entstand auch das hier gezeigte Bild, in dem die Falter zusammengesetzt wurden.

Falter, die sich zu lange an Lampen herumtreiben, auch tagsüber dann sitzen bleiben,  werden häufig zum Opfer der ortskundigen Meisen. Und so könnte man sich zusammenreimen dass in dicht besiedelten Gebieten die besonders lichtliebenden Arten (wie zum Beispiel auch Macrothylacia rubi) zuerst ausdünnen und dann verschwinden.

 

Veröffentlicht 26. November 2019 von Armin Dahl in Arten / Listen, Spinner

BAYER, Bauern, Bienen – oder der Betrug mit den Neonicotinoiden   1 comment

Wer bisher geglaubt hatte die Bayer AG bzw. der Monheimer Ableger Bayer Crop Science sei ein schöner sauberer Konzern, und hätte sich nur beim Kauf von Monsanto den Satan ins Haus geholt, dem sei die ZDF-Doku „BAYER, Bauern und die Bienen“ von gestern Abend empfohlen.

Die Kollegen vom ZDF haben dort eine bedrückende Konstruktion aus gekauften oder gefälschten oder absichtlich unterdrückten Studien, beeinflussten Wissenschaftlern, direkter Einflußnahme auf die Genehmigungsbehörden, und eine ganze Reihe weiterer Schweinereien aufgedeckt, die ich in dieser Dichte noch nirgends gesehen habe. Aufhänger der Sendung sind die katastrophalen Bienensterben durch die Saatgutbeize mit Neonicotinoiden (Clothianidin / „Poncho“) Anfang des Jahrtausends, und das darauf folgende sogenannte „Bienenmonitoring“.

Wenn man den Recherchen der ZDF-Leute Glauben schenkt, dann wird schnell klar, dass die ganze Abwiegelei der Industrie, unterstützt von Bauernverbänden und Landwirtschaftkammern, Aufsichtsbehörden und nicht zuletzt den Landwirten selbst, einfach nur Gelaber bzw. gezielt gestreute Falschinformationen waren. Der Bericht deckt auf, dass die BAYER-Leute seit den frühen 90er Jahren genau wußten was ihre Substanzen anrichten. Eine der wichtigen Ursachen des Insektensterben ist mit Sicherheit der unverantwortliche Einsatz von Nikotin-Derivaten wie Clothianidin und Imidacloprid, Thiamethoxam, Thiacloprid, Acetamiprid, Dinotefuran und Nitenpyram.

Der „ZDFzoom“ – Bericht ist quasi eine Betriebsanleitung, wie man Einfluß und Druck eines Großkonzerns nutzt um Gifte zu verkaufen, die eigentlich längst hätten verboten werden müssen. So etwas kannten wir bisher vor allem vom ehemaligen US-Konzern Monsanto, dessen rabiate Methoden Legende sind.  Monsanto, Spitzname „Monsatan“  ist übrigens von BAYER im Juni 2018 übernommen worden, für schlappe 63 Milliarden US-Dollar (ca. 54 Milliarden Euro). Der belastete Name Monsanto wurde gestrichen, aus Reputationsgründen, wie die Wikipedia schreibt. Die Übernahme war im Übrigen ein Desaster für die Anleger des Leverkusener Chemiekonzerns, der an der Börse – Stand Ende Oktober 2019 – heute nur gut 61 Milliarden Euro wert ist.

Dass der böse Industrieriese BAYER ausgerechnet vor unserer Haustür in Monheim sogenannte „Crop Science“ betreibt, macht es nicht besser. Im Gegenteil muss man das immer im Kopf behalten wenn das angeblich so tolle Steueraufkommen im Kreis erwähnt wird: In Deutschland landet der Kreis Mettmann regelmäßig unter den Top-Ten der Kommunen mit den höchsten Steuereinahmen. Da ist mit Sicherheit auch ein schöner Anteil Giftiges Geld dabei, Monheim gilt übrigens gleichzeitig als  „Deutschlands dreisteste Steueroase“ .

Aber genug jetzt vom Geld:  Der eigentliche Skandal ist das enge Geflecht von Industruie, Zulassungsbehörde und Aufsicht, zu Lasten der Natur und der Verbraucher. Hier mal ein fix selbst recherchiertes kleines Beispiel dafür, wie man die aktuelle Gesetzeslage mit Behördenhilfe austrickst:  Da empfiehlt das ISIP – die Online-Beratung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zur Pflanzenproduktion, noch am 18.03.2019
„Mais – Aktuelle Zulassungssituation der Beizmittel
Spezialbeizen zur Drahtwurmbekämpfung sind in Deutschland nicht zugelassen.
Das Beizmittel Sonido (400 g/l Thiacloprid) ist in Frankreich gegen Drahtwurm im Mais zugelassen. So wie die Gesetzeslage es hergibt, besteht die Möglichkeit, Saatmais mit Sonido-Beize aus Frankreich über den Handel zu beziehen. Die Aussaat des gebeizten Saatgutes ist in Deutschland erlaubt.“

Aha! Eigentlich ist es verboten aber wir sagen Euch wie Ihr das Thiacloprid trotzdem auf den Acker bringt!

Die Landwirtschaftskammer NRW mit Sitz in Münster ist übrigens eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, mit knapp 1500 Mitarbeitern und einem Budget von über 100 Millionen Euro für die Erledigung „hoheitlicher Aufgaben“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Hier könnte man einen schönen Batzen Steuergelder sparen, finde ich.

Nach dem Anschauen des oben erwähnten Berichts kann man sich ohne Probleme ableiten, warum in der Rheinebene und der angrenzenden Bergischen Heideterrasse mit intensiver Ackerbaunutzung so wenig Insektenleben übrig geblieben ist. Und auch warum Grünlandgebiete fernab der Giftspritzen, zum Beispiel in der Eifel, noch arten- und individuenreich sind. Und den Programmplanern vom ZDF empfehle ich mal im Kalender zu schauen wann Pokal-Fußball läuft, und sich für solche Doku-Kracher mal einen anderen Sendeplatz zu suchen. Oder sollte da Absicht dahinterstecken? 🤔

 

Veröffentlicht 31. Oktober 2019 von Armin Dahl in im Netz, Insektensterben

Wanderfalter im Herbst 2019: Rhodometra sacraria   Leave a comment

Neue Arten auf meinem Grundstück und der Umgebung des Hauses sind nicht mehr so leicht zu finden, dafür ist das Gebiet zu gut erforscht: In den Jahren vor 1987 lief die Untersuchung zur Ausweisung des Naturschutzgebiets Spörkelnbruch, aus dieser Zeit hat mein Lehrmeister Dietmar Woizilinski aus Hilden eine riesige Liste Mikros und Makros hinterlassen. 1996 ist der Spörkelnbruch dann noch einmal vom Duisburger Uli Bosch gründlich umgedreht worden. Dann kam meine Wenigkeit hinzu, und seit mehr als 15 Jahren wird rund ums Haus fleißig geködert, geleuchtet und aufgeschrieben. Alle Literatur ist seit vielen Jahren aufgearbeitet und soweit möglich der Datenbank der Arbeitsgemeinschaft einverleibt.

Das Kartenblatt 4807 Hilden steht deshalb mit weit über 1100 Arten in einer Reihe mit den bestuntersuchten Regionen im Arbeitsgebiet der Rheinisch-Westfälischen „Lepidioten“. Aber vor Überraschungen ist man niemals sicher, gerade im Herbst kommt oft noch ein Schub Warmluft aus Südwesten und schiebt ein paar subtropische Falterarten in unser Gebiet. Und so brennt die Lichtfalle unermüdlich und die Köderschnüre verzieren den Garten das ganze Jahr über. Und es lohnt sich, denn gestern konnte ich mal wieder einen seltenen Wanderfalter begrüßen, Nummer 1128: Rhodometra sacraria, mit Deutschem Namen Purpurstreifenspanner.

Rhodometra sacraria, Haan Spörkelnbruch 21./22. Oktober 2019 (Foto: Armin Dahl)

Literatur
BOSCH, U. & R. KRECHEL (1997): Untersuchung der Großschmetterlinge in den NSGen Spörkelnbruch, Felderbachtal & Neandertal – Unveröff. Manuskript im Auftrag des Kreises Mettmann. 33 Seiten, Anhang, Karten.
WOIZILINSKI, D. (1987): Untersuchung der Groß- und Kleinschmetterlingsfauna in den Naturschutzgebieten Spörkelnbruch, Hildener Heide/Hildener Stadtwald. Unveröff. Manuskript im Auftrag des Kreises Mettmann., ca. 100 Seiten. (ULB Mettmann).

Veröffentlicht 23. Oktober 2019 von Armin Dahl in Arten / Listen, Spanner

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