Archiv für die Kategorie ‘Umwelt

Aktive Heidepflege in Brandenburg   1 comment

Erhöhung der biologischen Vielfalt durch aktive Heidepflege – das klingt gut. Dass da auf großen Flächen schlicht und ergreifend Feuer gelegt wird, klingt vielleicht auf den ersten Blick abenteuerlich. Aber es funktioniert!

Die „Wittstock-Ruppiner Heide“ liegt im Nordwesten des Landes Brandenburg, mit mehr als 9000 Hektar Fläche ist sie das größte zusammenhängende Sand- und Heidegebiet Nordostdeutschlands. Riesige Kiefern-Pionierwälder auf Sand, Besenheide und offene Sandflächen mit Silbergrasfluren prägen den ehemaligen Truppenübungs- und Schießplatz: Dort wo die Panzer fuhren und die Zielgebiete der Schießübungen lagen, befinden sich heute wertvollste Offenland-Lebensräume mit schier unglaublicher Artenvielfalt und -ausstattung. Ein Beispiel aus der Ornithologie: Der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) hat dort mit über 500! Revierpaaren die kopfstärkste Population Deutschlands.

Wo es Ziegenmelker gibt, sind die Heidebiotope gut in Schuss: Purpurbär (Rhyparia purpurata), Früher Ginsterspinner (Chesias rufata), Frankfurter Ringelspinner (Malacosoma franconicum), Ginsterstreckfuß (Gynaephora fascelina) und Argus-Bläuling (Plebejus argus) profitieren von den Pflegemaßnahmen, so werden unter anderem jedes Jahr etwa 160 Hektar Heideflächen mit „Kaltem Feuer“ abgebrannt: Kontrolliertes Brennen in den Monaten Januar/Februar/März beseitigt gleichzeitig die im Oberboden vorhandenen Blindgänger und Munitionsreste aus der Zeit der militärischen Nutzung, und kostet nicht viel.

Das Pflege der Heide ist eines der Projekte des Monats in der UN-Dekade für die biologische Vielfalt, die bis 2020 läuft. Auf der Webseite der UN-Dekade kann man für verschiedene Projekte abstimmen. Ob die örtlichen Aktivisten, in diesem speziellen Fall der Bundesforst, mit den kärglichen 1000 Euro Preisgeld wirklich etwas anfangen können, sei mal dahingestellt.

Brennt es einmel in den Moor- und Heidegebieten hierzulande, so zuletzt im Hohen Venn 2011 oder in der Diepholzer Moorniederung 2017, ist die Aufregung groß und die Feuerwehr nicht weit. Dabei ist der Schaden nach wenigen Monaten nicht mehr zu erkennen, der Nutzen durch das Entstehen baumfreier Flächen aber immens.

Das Abflämmen der Truppenübungsplätze und zum Beispiel auch der Bahnböschungen war noch vor einigen Jahrzehnten ein probates Mittel zur Offenhaltung von Lebensräumen. Übrigens war damals auch noch keine Rede vom Insektensterben. Im Jahr 2016 verbrauchte die Bahn jährlich für das Offenhalten ihrer Gleisanlagen 65,4  Tonnen Glyphosat, und ist damit der größte Einzelverbraucher des Pflanzengiftes in Deutschland.

 

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Veröffentlicht 1. Dezember 2017 von Armin Dahl in Lebensräume, Pflege, Umwelt

Das Geschäft mit der Buchsbaumzünsler-Angst   Leave a comment

Der Gartenhandel verkauft aktuell in großem Stil Buchsbaumzünsler-Pheromone und die dazu gehörenden Fallen – mit irreführender Werbung und zu Mondpreisen.

Sorgenfrei für 39,95: So verdient man Geld mit Unkenntnis. (Foto: Laußmann)

„Meine Buchsbäume sind NATÜRLICH zünslerfrei – und das eine ganze Saison lang“: Der große Werbe-Aufsteller in der Baumarktkette OBI verspricht einen sorgenfreien Sommer im Liegestuhl. Das Hintergrundbild zeigt einen Garten wie wir ihn aus vielen Städten kennen, ein teutonisch aufgeräumtes Stück Langeweile, einzige erkennbare Pflanzenart: eine mit der Heckenschere auf Maß getrimmte Buchsbaumhecke.

Man könnte meinen ein jeder bekommt den Garten den er verdient, von Natur ist auf dem Bild sowieso wenig zu erkennen. Wenn da nicht noch der Preis für´s Gartenglück wäre: Stolze 39,99 € verlangt der Gartenhandel für eine Plastikfalle und ein Pheromonpräparat! Das ist nicht nur ärgerliche Beutelschneiderei, gemeinhin auch als Nepp bezeichnet: Auch das Versprechen selbst ist falsch, Lockstoffe als Bekämpfungsmthode für Buchsbaumzünsler funktionieren nicht. Es handelt sich also um irreführende Werbung.

Wer sich mit Schmetterlingen beschäftigt weiss dass die Weibchen meist schon kurz nach dem Schlüpfen von den Männchen befruchtet werden und danach ungestört ihre Eier an die Nahrungspflanzen legen können. Der Lock-Duft der Damen ist dabei immer wesentlich attraktiver als ein technisch hergestellte Präparat, weshalb man nur selten überhaupt ein unbefruchtetes Weibchen zu Gesicht bekommt.
Die von Firmen wie Pherobank oder Csalomon angebotenen Stoffe locken jedoch bekanntlich ausschließlich die Männchen an, die Weibchen entgehen der Nachstellung. Zudem ist ausgerechnet Cydalima perspectalis, der Buchsbaumzünsler, sehr mobil und taucht regelmäßig auch weitab von Siedlungen auf. Zünslerfreie Gärten gibt es also keineswegs. Ist die Art in einer Region angekommen hält sie sich dort hartnäckig, im Siedlungsbereich finden sich immer ausreichend Pflanzen in Kleingartenanlagen und auf Friedhöfen, auf denen der Zünsler zwei oder drei Generationszyklen im Jahr durchlaufen kann.

Und was den Nepp betrifft: Wer die Preise für Pheromone und Fallen kennt, der weiß: eine handelsübliche Falle ist mit Präparat für etwas mehr als 10 Euro zzgl. MwSt. zu erhalten, und dabei macht der Hersteller schon Gewinn. Knapp 40 Euro bedeutet also einen Aufschlag um 300 Prozent – ein gutes Geschäft mit der Angst der Gartenbesitzer.

Wer heute in den Baumarkt geht und sich eine Buchsbaumkugel oder eine Palette Pflanzen für eine Buchsbaumhecke kauft, der wirft sein Geld zum Fenster hinaus! Der Buchsbaumzünsler breitet sich weiter rasant aus, alle Maßnahmen zur Bekämpfung haben sich bisher als mehr oder weniger sinnlos erwiesen.

Wer den Buchsbaum schon im Garten hat, der kann sich darauf einrichten, dass Giftdusche, Pheromone, Behandlung mit Hochdruckreiniger oder das Absammeln der Raupen von Hand die Tiere mittelfristig nicht aufhalten. Die frühen Stadien entgehen der Bekämpfung durch ihre versteckte Lebensweise im Inneren der Büsche, das letzte Raupenstadium braucht nur ein paar Tage bis zur Verpuppung und richtet in dieser Zeit den Hauptschaden an.

Nach wie vor gelten die Empfehlungen aus dem lepiforum: „Wer seine wenigen Buchsbäume im Garten jede Woche einmal systematisch besammelt, wird diese Bäume auch längerfristig erhalten können. Nur wenn das Absammeln wegen einer großen Zahl von Buchspflanzen unmöglich wird, sollte überhaupt eine chemische Bekämpfung in Betracht gezogen werden – dann aber sollte hier ein Fachbetrieb beauftragt werden.“ Und weiter: „Ausdrücklich gewarnt werden soll hier vor dem Einsatz von Thiacloprid, einem Neonicotinoid, das unter dem häufigsten Handelsnamen „Calypso“ tausendfach in Gartenforen etc. zum Einsatz gegen die Raupen des Buchsbaumzünslers empfohlen wurde.

Die europäische Ausbreitungsgeschichte, das Schadpotential von Cydalima perspectalis und die Möglichkeiten einer Bekämpfung der Arten finden sich unter
http://lepiforum.de/lepiwiki.pl?Cydalima_Perspectalis. Der Buchsbaumzünsler ist momentan fester Bestandteil der heimischen Fauna und tritt zumindest im Rheinland in hohen Stückzahlen und mehreren Generationen an einer Zierpflanze auf, die hauptsächlich zu Dekorationszwecken benutzt wird. Wer seinen Geldbeutel und seine Nerven schonen will sollte sich andere immergrüne Zwerggehölze zulegen, wenn es denn überhaupt sein muss: Zwerg-Eiben, kleinblättrige Liguster-Arten und anderes Grünzeug ergibt ähnliche Formen. Und für die Einfassung des Bauerngartens kann man Lavendel, Ysop oder andere Kleinsträucher pflanzen und bietet zudem noch Nektar und Pollen für Bienen und Schmetterlinge an.

Veröffentlicht 20. April 2017 von Armin Dahl in Arten / Listen, Buchsbaumzünsler, Umwelt

Insektensterben: Keine Zulassung von Neonikotinoiden!   Leave a comment


Liebe Freunde und Kollegen

kurz vor Weihnachten wurde vom Freiburger Entomologischen Arbeitskreis ein Offener Brief zum Thema Insektensterben an den (Grünen) Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann und die Minister Untersteller (Umwelt) und Hauk (Landesforst) verschickt. Aktueller Anlass ist die im Januar 2017 bei der EU-Kommission bevorstehende Prüfung der Wiederzulassung der drei Insektenvernichtungsmittel Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam.

Weitere regionale und überregionale Organisationen haben sich mittlerweile angeschlossen, aber das reicht noch nicht!
Der Rückgang der Insektenpopulationen in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist eher noch drastischer als aus Baden-Württemberg beschrieben. Ich kann das für beide Gebiete halbwegs beurteilen, weil ich als Daten-Administrator der Webseite „www.schmetterlinge-nrw.de“ tagtäglich mit diesem Thema zu tun habe.
Dieser Brief und unser gemeinsames Anliegen wird deshalb auch von mir unterstützt.

Die wichtigsten Forderungen aus dem Brief lauten:

  • Ein vollständiges und dauerhaftes Verbot der Neonikotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in der Europäischen Union noch vor Beginn der Vegetationszeit 2017.
  • Die Realisierung und Erweiterung eines breit angelegten Programmes als Maßnahme Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität bzw. gegen das Verschwinden der Insekten.
  • Die alsbaldige Einführung eines landes-und bundesweiten Langzeit-Monitorings wichtiger Zeigergruppen von Insekten und Insektenfressern.
  • Unterstützung der Einrichtung eines unabhängigen Forschungszentrums mit der Aufgabe, alle Ursachen für den aktuell zu beobachtenden Rückgang der Insektenpopulationen zu ergründen und Schutzkonzepte zu entwickeln.
  • Die längerfristige Förderung von Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des Problembewusstseins über die weitreichenden Konsequenzen des Insektensterbens.

Das vollständige Schreiben liegt hier zum Download bereit

Bitte nehmt Einfluss auf alle die Ihre politischen Möglichkeiten gegen die Wiederzulassung dieser Stoffe einsetzen können. Es muss uns gemeinsam gelingen, die Neonikotinoide aus der Landschaft herauszuhalten!

Veröffentlicht 6. Januar 2017 von Armin Dahl in Ökologie, im Netz, Umwelt

Big Data oder wo die Painted Ladys bleiben   Leave a comment

Distelfalter Vanessa cardui, Düsseldorf-Neandertal, 2. September 2012 (Foto: Armin Dahl)

Distelfalter Vanessa cardui, Erkrath-Neandertal, 2. September 2012 (Foto: Armin Dahl)

Heute sind die meisten Zoologie-Lehrstühle entweder ganz verschwunden oder kleingespart, das Museensterben geht weiter und die Naturschutzbehörden entwickeln sich zu weitgehend kenntnisfreien Zonen. Opa Hoppenstedt, der Weihnachts-Klassiker von Loriot, würde an dieser Stelle sagen „Früher war mehr Lametta“. Und wenn man heute gefragt wird wo denn in der Freilandbiologie so richtig die Musik spielt, dann fällt einem nichts rechtes ein.

Aber es scheint sie doch noch zu geben, die interessanten Lehrstühle und Forschungseinrichtungen. Vor einiger Zeit bin ich durch einen Radiobeitrag über das Park Grass Experiment gestolpert: Seit 1856 (!) untersuchen die Briten am Rothamsted Research Institute in Hertfordshire nördlich von London, wie das Gras wächst. „Nach 2000 Jahren Pflege wird mein Rasen recht annehmbar sein“ sagt der Ureinwohner in „Asterix bei den Briten“. So lange wollen wir nicht warten! Etwa seit der Jahrtausendwende beobachten die Forscher wieder einen deutlichen Anstieg der Biodiversität in den untersuchten Wiesen, was angeblich auf verringerte (Luft-)Stickstoffeinträge zurückzuführen ist. Es besteht also immer noch Hoffnung für die Falter der Wiesen und Weiden!

Rothamsted hat aber noch eine weitere höchst interessante Forschungseinheit, die sich mit der Migration von Insekten beschäftigt: Das Institut für Radar-Ökologie! Eine der Fragen, mit denen man sich dort in den letzten Jahren beschäftigt hat: Was passiert mit alle den schönen Distelfaltern, die jedes Frühjahr nach England einfliegen? Die Antwort ist ein wenig erstaunlich, weil die Beobachter am Boden davon fast nichts mitbekommen: Die „Painted Ladys“  ziehen im Herbst wieder weg, aber nicht wie der Admiral (Vanessa atalanta) dicht am Boden, sondern in Höhen von bis zu 1000 Metern, und sie nutzen gezielt bestimmte Luftströmungen für ihre Wanderung!

Herausbekommen haben das die Engländer mit Faltern, denen eine winzige sogenannte Schottky Barrier Diode aufgeklebt wurde. Die Details sind aber nur etwas für diejenigen die auch in Physik aufgepasst haben. Zusammengefasst lässt sich wohl sagen dass diese kleinen Dinger auf Radarsignale  antworten, ohne dass man dem Falter eine Batterie mitgeben muss. Und die Mannschaft in Rothamsted hat ein sogenanntes Harmonisches Radar, mit dem man bis in 1,5 Kilometern Höhe diese Dioden auf Sendung bringen und damit die Falter bis in große Höhen verfolgen kann.

Die Dimensionen der Insektenwanderungen auch ausserhalb der Tropen sind so gewaltig, dass das altehrwürdige Magazin Spektrum passend zu Weihnachten gar von den Himmlischen Heerscharen sprach.
Wer die Details ganz genau nachlesen will (und wer stolze 38 $ für ein .pdf bezahlen will) kann das z.B. in der Wiley Online Library tun. Ansonsten tut es vielleicht erst mal die Zusammenfassung in der Pressemitteilung des UFZ von 2012. Ein paar schöne Bilder zum umsonst angucken finden sich in der Science Photo Library unter dem Stichwort: Trackig Insects by Radar.
Totalüberwachung hat Konjunktur, auch bei den Insekten!

Veröffentlicht 27. Dezember 2016 von Armin Dahl in Ökologie, im Netz, Tagfalter, Umwelt, Wanderfalter

Traumhaft: Wunder der Natur im Gasometer   1 comment

Ich habe ja schon die eine oder andere Ausstellung besucht, aber die „Wunder der Natur“ im Centro Oberhausen ist eine der besten die ich jemals gesehen habe: In den beiden unteren Geschossen des Gasometers perfekte Natur- und Makrofotografie in riesigen Abzügen, in Etage drei dann der Hammer: Eine 20m große Weltkugel, frei schwebend im Raum, darauf werden Satellitenbilder projiziert. Als Besucher liegt man auf dem Rücken (Jacke nicht vergessen, ungeheizt!) und sieht Jahreszeiten, Wetter und Atmosphärenströmungen und nicht zuletzt die Lichtverschmutzung. So etwas tolles habe ich lange nicht mehr gesehen – eine gigantische Installation und Naturfotografie vom Feinsten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Tipp: Am Wochenende sollte man zur Sicherheit vorher online die Karten kaufen, sonst findet man sich eventuell in einer langen Schlange vor dem Eingang wieder.

Veröffentlicht 28. März 2016 von Armin Dahl in Auf Tour, Umwelt

Außenbeleuchtung: So soll es sein   Leave a comment

Lichtverschmutzung ist eine der nervigsten Angelegenheiten  für Nachtfaltermenschen. Im Ballungsraum ist es oftmals so hell dass man nachts ohne Taschenlampe im Wald herumlaufen kann, und bei vielen Nachtfalterarten bestent der Verdacht, dass sie sich in stark erleuchteten Gebieten nicht vernünftig fortpflanzen, und dass darin ein Teil des Artenschwundes begründet liegt.

Allerdings häufen sich in letzter Zeit die Orte an denen die neueste (LED-)Technik  eingesetzt wird, zum Strom- und Geldsparen. Dabei sind aber auch die verwendeten Lampentypen entscheidend, die optimale Lampe hat eine gute Abschirmung nach oben und den  Seiten, strahlt also fast nur nach unten ab. Hier ein Beispiel für eine Außenbeleuchtung die mir besonders gut gefallen hat.

Außerdem ist die Lichtfarbe wichtig, je weiter weg das Lampenspektrum vom UV-haltigen Blaulicht gewählt wird,  desto weniger Falter und andere Insekten werden angelockt. Da allerdings  hat allerdings die Qualitätsgastronomie in Wermelskirchen noch Nachholbedarf: Mit Warmton-LEDs wäre die Beleuchtung optimal.

 

Link: Empfehlungen für Lichtquellen (LANUV 2008)

 

 

 

 

 

Veröffentlicht 8. Mai 2014 von Armin Dahl in mehr Lepis, Umwelt

Winter 2013/14 war keiner   Leave a comment

Aglais urticae bei der Balz, Haan, Spörkelnbruch, 24. Februar 2014 (Foto: Armin Dahl)

Aglais urticae bei der Balz, Haan, Spörkelnbruch, 24. Februar 2014 (Foto: Armin Dahl)

Extrem mild, erheblich zu trocken, kaum Schnee, aber viel Sonne: der Winter 2013/14 war der viertwärmster Winter seit Messbeginn im Jahr 1881.

Die Durchschnittstemperatur im vergangenen Winter lag mit 3,3 Grad Celsius (°C) um 3,1 Grad höher als das Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961-1990.

Mit 5,0°C (1,7°C) war Nordrhein-Westfalen das mit Abstand wärmste Bundesland. In Köln-Stammheim gab es im ganzen Winter nur eine einzige Frostnacht. Die Hitliste der besonders warmen Orte führen drei Städte in Nordrhein-Westfalen an:

1. Platz Köln-Stammheim 6,6°C, Abweichung: +3,1 Grad
2. Platz Geilenkirchen 6,5°C Abweichung: +3,8 Grad
3. Platz Duisburg-Baerl 6,4°C Abweichung: +2,8 Grad

Daten: Deutscher Wetterdienst.

Veröffentlicht 3. März 2014 von Armin Dahl in Klimawandel, Phänologie, Umwelt